Welt bereisen Das Reiseblog des Ökumenischen Heiligenlexikons
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Von Stava am Vättern bis zum Uskensee

   J. Schäfer          

berühmtester Runenstein in Rök, 1843 beim Kirchenumbau freigelegt, er hat die längste bekannte Runen-Inschrift. Runen waren die Wikingerschrift


Es gab verschiedene Sprachen, alles waren Varianten der Futhark. Hier erzählt die Inschrift: Varin, der Runenmeister, verlor seinen älteren Sohn Vamod und zeugte dann den nächsten Sohn, der dessen Rächer werden sollte - nach dem Vorbild von Ostengotenkönig Theoderich: Theoderich, der Kühne, herrschte über die Küsten der Goten-Meere. Nun sitzt er gerüstet auf seinem Goten-Pferd, den Schild im Anschlag, als Prinz der Märinge. - Theoderich verschmolz in der Überlieferung mit Gott Odin, starb also nicht. Wir sind in Östergotland (!!).

Kirche in Heda

kleine Windmühle

Zisterzienserkloster zur Christianisierung. Sverker starb hier 1156, als er zur Weihnachtsmesse geritten kam, er wurde von einem Stallknecht im Auftrag des Dänenkönigs Magnus Henrikkson gemordet. Der regierte daraufhin ein Jahr und wurde dann auch - von Sverkers Sohn Karl - ermordet; dieser Karl wurde schließlich ebenfalls ermordet.

Birgitta von Schweden lebte hier 1344 - 49. Unter Gustav Wasa wurde das Kloster in der Reformation aufgehoben.

Kirche in Väversunda, einem kleinen Dorf: Schiff und 1 Seitenschiff!

Kirche in Väversunda - Wandmalerei von 1686: Abendmahl

Kirche in Väversunda - Wandmalerei von 1686: der Auferstandene und Maria Magdalena

Kirche in Väversunda - Triumphkreuz, um 1100 (das Original ist heute in Stockholm), eines der ältesten in Schweden. Für die Heiden war der Gekreuzigte unzumutbar, deshalb ist er mit einer Krone, also im Triumph dargestellt - ähnliche Darstellung findet sich in Lucca in Italien im Dom San Martino. Wie sagte schon Paulus: Das Kreuz ist den Heiden eine Torheit (1.Korintherbrief 1, 23)

Türe aus dem 12. Jahrhundert. In ihr sind heidnische Ornamente und jüdisch-christliche Szenen vereint: Der Sündenfall von Adam und Eva (oben), Isaaks Opferung (Mitte)

Schloss Vadstena - ein mächtiges Bauwerk am Vättern, 1545 unter Gusatv Wasa begonnen, 1552 feierte er hier Hochzeit, erst 1620 wurde es fertig

gegenüber des Schlosses: der Schmalspurbahnhof Vadstena

Portraitähnliche Birgitta - der echte Reliquienschrein war zur Zeit unseres Besuches leider nicht da

Die Klosterkirche, auch blaue Kirche, von Birgitta von Schweden konzipiert. Das Kloster wurde von Birgittas Tochter Katharina von Schweden gegründet und dann geleitet: die 25 Mönche konnten die 60 Nonnen, das Volk konnte den KlerikerEin Kleriker ist in der => orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat.
Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.
nicht sehen; erst 1430 wurde das Kloster fertig. Die Skulptur ekstatische Birgitta ist von Johannes Junge aus Lübeck im Jahr 1430 erstellt, sie war das Ziel der Wallfahrer im 15. Jahrhundert

Birgitten-Altar von Hans Hesse und Johannes Stenrad aus Lübeck, 1459

Die Kirche innen - es kam gerade eine Hochzeit / Papst Johannes Paul II. feierte 1989 hier die Messe

Mönchskloster

ehemaliges Nonnenkloster, heute Pilger-Hotel; die Katholiken haben den Tourismus früh für sich entdeckt, die Reiselust diente als Anknüpfungspunkt für die Verkündigung

Park - heute Ort für Freizeitvergnügung

bei der Fahrt über Land: kleine Bauernhöfe ...

... und moderne Windmühlen. Jetzt haben wir das Ende von Südschweden und damit der Möglichkeit zum Ackerbau erreicht. Die Errichtung eines Kloster am nördlichen Ende von Südschweden gab der Mission besondere Chancen

Runenstein vor der Kirchein Skänninge. 1237 wurden hier zwei Dominikanerklöster gegründet, eines für Männer, eines für Frauen, der Ort wurde Geistiges Zentrum. 1248 fand hier eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten.
In der alten Kirche wurden Konzil und Synode synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.
statt, bei der der Zölibat eingeführt wurde. 1271 wurde Petrus da Dacia hier Lektor: er war noch Runenkenner, der erste Literat Schwedens, verbunden in heißer Liebe zur Begine und Mystikerin Christina von Stommeln.

Ingrids-(Frauen-)Kloster. Es sind kaum Reste vorhanden: nur der Brunnen und der ehemalige Kreuzgang als Laube. Der Bedeutungsverlust trat schon früh durch das Kloster Vadstena ein.

Göta-Kanal bei Borensberg. Schon im 16. Jahrhundert wurde über seinen Bau diskutiert, 1810 wurde damit begonnen: ein Kanal von der Ostsee zum Kattegatt, mit 200 km Länge kpnstlichen Kanals, gerechnet ohne die natürlichen Wasserwege. 58.000 Arbeiter bewegten damals 8 Millionen Kubuikmeter Erde und 200.000 m³ Fels. Die Schleusenbedienung!

Heute dient der Kanal dem Freizeitvergnügen

Nicolai-Kirche in Örebro. Örebrö war im 14. Jahrhundert der Geburtsort der schwedischen Reformatoren Olaus und Laurentius Petri

Seerosen am Fluss

Stadtansicht Örebro

Wasserturm in Örebro, 58 m hoch, 1957 erbaut. Er wurde weltbekannt, viele Nachbauten entstanden. König Feisal von Saudi Arabien war so begeistert, dass er in Riad exakte Kopie bauen ließ

Sonnenuntergang am Usken-See. Straßenkreuzer gibt es hier jede Menge, sie sind ein Juppie-Symbol in Schweden

geschrieben am 6. Januar 2013 2013


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