Welt bereisen Das Reiseblog des Ökumenischen Heiligenlexikons

Reiseberichte

Im Département-Nord

   J. Schäfer         

Freitag, 15. Mai, bis Donnerstag, 21. Mai

Der Abschied vom ordentlichen Campingplatz in Triel-sur-Seine und von Paris fällt mir schwer, aber nun geht es einen großen Sprung nach Norden, zunächst nach Lesquielles-Sainte-Germain bei Vervins; in der Germana geweihte Kirche Sainte-Germain gab es die Reliquien von Proba und Germana, aber die Kirche wurde entweiht, dann als Kegelbahn genutzt. Nun sieht es innen so aus, denn aus der Kirche soll eine Markthalle werden. Ein Planungsfehler führt mich dann nach Mézières-sur-Oise bei Saint-Quentin - aber als ich die Kirche sehe erkenne ich: da war ich ja schon.

Nach dem ehemaligen Kloster Mont-Saint-Martin nahe Gouy - heute ein Bauernhof -, in dem Walembert von Cambrai starb, komme ich nach Honnecourt-sur-Escaut bei Cambrai zu dieser Kirche Saint-Pierre, in der es einst Gebeine von Liephard gab, wo Valeria und Pollena als Einsiedlerinnen lebten und Bischof Vindicianus von Cambrai die Kirche weihte.

Anhaltend mies ist das Wetter auch beim Besuch des ehemaligen Kloster Klosters Vaucelles nahe Les Rues-des-Vignes bei Cambrai, immerhin komme ich aber trockenen Fußes zum Eingang und muss auch keinen Eintritt bezahlen, weil heute eine besondere Veranstaltung - ein internationales Geocoaching-Treffen - stattfindet. Deshalb also die vielen Autos auf dem Parkplatz und der weite Weg! Hugo, Lambert und Ulrich waren hier Mönche, Nivard von Clairvaux Novizenmeister, Nikolaus von Vaucelles, Radulph von Vaucelles, Richard von Vaucelles und Walter von Beaumont Äbte. Ich sehe aufgrund der besonderen Veranstaltung diesen prächtig renovierten Lieferwagen Fordson Thames, hergestellt 1939 bis 1949 in England.

Etwas aufgehellt hat es sich dann in Cambrai mit diesem fürstlichen Rathaus. Chrysolius „der Armenier” war Glaubensbote in der Gegend, Josephine Leroux, Junianus, Maria Augustina von den heiligen Ketten Jesu Déjardins, eine Gefährtin von Maria Natalia vom heiligen Ludwig Vanot, Maria Scholastika Josepha vom heiligen Jakobus Leroux, eine Gefährtin von Maria Clothilde Angela vom heiligen Franziskus Bórgia Paillot, und Robert Défossez, ein Gefährte Gerhard-Martin Cendrier, sind hier geboren. Auf dem Platz davor, der Place d'Armes, wurden in der Französischen Revolution die Märtyrerinnen von Arras guillotiniert.

Eindrücklich: dieser Glockenturm der ehemaligen Kirche Kirche Saint-Martin. Die Kirche wurde während der Französischen Revolution zerstört, der Glockenturm diente auch der Sicherheit und blieb glücklicherweise erhalten. Im ehemaligen, Autbert von Cambrai geweihten Kloster Saint-Aubert an der heutigen, Gaugerich von Cambrai geweihten Kirche Saint-Géry war Walembert von Cambrai Mönch. Von der ehemaligen, im Kern ab 525 errichteten Kathedrale, ist nach der Zerstörung in der Französischen Revolution 1793 nichts mehr erhalten, dort ist heute ein kleiner Park mit einem kleinen See. Autbert von Cambrai, Berthold von Cambrai und Arras, Desiderius von Thérouanne, Diogenes, Emembertus von Cambrai, Gaugerich von Cambrai, Johann I. von Cambrai, Lietbert von Cambrai-Arras, Odo von Cambrai, Rothadus von Cambrai, Theodorich von Cambrai, Vedulf, Vindicianus von Cambrai waren hier Bischöfe, angeblich auch Siagrius von Cambrai. Petrus von Luxemburg war hier Kanoniker, Hugo Dekan, Sarius Priester und Hugo von Fosses Kaplan. John Duckett und Lukas Kirby wurden hier zu Priestern geweiht, Evermod von Ratzeburg hört eine Predigt, die und Norbert von Xanten hier hielt, der von Waltmann von Antwerpen begleitet wurde. Foillan von Fosses wurde hier verehrt, von Florus und Marcellus, Hippolytus und Vedastus von Arras gab es Reliquien.

Mächtig: das ehemalige Jesuitenkolleg, an dem Eleutherius du Pont wirkte …

… und dessen 1692 eröffnete Kirche.

Wenig zu bieten hat für mich die heutige Kathedrale in Cambrai, abgesehen von einigen monumentalen Gräbern wie diesem des 1715 gestorbenen Erzbischofs François de Salignac de La Mothe-Fénelo.

Den Tagesabschluss bildet dieser Kirchturm in Sainte-Olle, einem Ortsteil von Raillencourt-Sainte-Olle bei Cambrai. Er bleib stehen, das Kirchenschiff wurde 1978 infolge einer Bodensenkung zerstört. Hier lebte die dem Ort Namen gebende Olla.
Die kalte und geräuschvolle Nacht verbringe ich an der Rastststätte Haurincourt.

Am Samstag fahre ich zuerst zur - geschlossenen - Kirche nach Epinoy bei Arras, wo Drogo (Drago) geboren wurde, und dann zur - wegen Baufälligkeit behördlich geschlossenen - großen Pfarrkirche nach Oisy-le-Verger bei Arras, wo Viviana von Brüssel geboren wurde. Offen aber ist diese Pfarrkirche in Haspres bei Valenciennes, wo es eine Reliquie von Hugo von Rouen gibt und Acharius von Noyon verehrt wird.

Dieser Fischteich mit seinen Enten und Tennisplätze in Denain bei Valenciennes - das ist die Stelle des einstigen Klosters, das Adalbert von Ostrevant und seine Frau Regina von Ostrevant für ihre Tochter Ragenfredis (Regenfledis) stifteten und in dem Ava von Denain Äbtissin war.

Dann komme ich nach Valenciennes; Umleitung und volle Parkplätze machen es mir schwer, denn: es ist Markt. Albert I. von Lüttich wurde hier zum Ritter geschlagen, Maria Laurentina vom heiligen Stanislaus Prin ist hier geboren, Salvius und Superius waren Glaubensboten in der Gegend.

Die meisten Klöster und Orte in Valenciennes gibt es nicht mehr, für mich also wenig zu sehen. Und schwer zu fotografieren auch diese Kirche Notre-Dame-du-Saint-Cordon, in der Maria verehrt wird, weil sie 1008 die Stadt vor der Pest rettete.

Aber ich sehe noch diese katholische Schule an der Stelle des ehemaligen Jesuitenkollegs, an dem Eleutherius du Pont unterrichtete.

Dann geht's zur Kirche in Sebourg bei Valenciennes, wo Drogo lebte und bestattet ist. Von dort komme ich nach Crespin bei Valencienne, wo vom ehemaligen Kloster, in dem Aibert Propst war, das Goswin von Anchin reformierte und Landelin von Crespin gegründet hatte, nur noch das Tor und das zu Wohnungen umgebaute Abtshaus erhalten ist. Im nahen Saint-Aybert bei Valenciennes lebte Aibert später als Einsiedler. Diese Kirche in Condé-sur-l’Escaut bei Valenciennes ist Wasnulph geweiht, der hier ein Kloster gründete. In diesem Ort wurden auch Maria Ludovica vom heiligen Franziskus Ducrez sowie Maria Ursula vom heiligen Bernhard Bourla, die Gefährtinnen von Maria Natalia vom heiligen Ludwig Vanot, geboren.

Diese Kirche Saint-Wasnon in Condé-sur-l’Escaut ist - juhu - offen und zudem - was ja nicht die Regel ist - sehr gepflegt.

Nächste Station ist Hasnon bei Valenciennes, wo die Pfarrkirche an der Stelle des ehemaligen Klosters steht. Aldo war Abt des Doppelklosters, Irmtrud von Hasnon Äbtissin, Roland von Hasnon Abt und Vindicianus von Cambrai weihte die Kirche des Klosters. In Saint-Amand-les-Eaux bei Valenciennes ist der monumentale Turm der Kirche des ehemaligen Klosters erhalten. Adalbald von Ostrevant wurde dort bestattet, Aldrich von Sens reformierte es, Amandus von Maastricht hatte es gegründet, Andreas und Arno von Salzburg waren Äbte, Johannes, Nicasius und Roland von Hasnon Mönche. In Mortagne-du-Nord bei Valenciennes mit dieser auch offenen und gepflegten Kirche wurde Gualterus von Mortagne geboren.

An der Stelle des ehemaligen Kosters in Amay, dem heutigen Hamage, einem Ortsteil von Wandignies-Hamage bei Douai, steht heute eine neu errichtete, aber verschlossene Kapelle und dieses renovierte Hauptgebäude - aber noch ist Baustelle. Das Kloster hatte Gertrud „die Ältere” gegründet und geleitet, Eusebia von Douai und Oda von Amay waren Äbtissinnen. Wenige Reste gibt es auch nur vom ehemaligen Kloster in Marchiennes, das Adalbald und Richtrudis von Marchiennes gestiftet hatten, in dem ihre Töchter Adalsind und Chlotsind Äbtissinnen und Eusebia von Douai Nonne war. Chlodobald war dort Propst, Jonatus von Marchiennes Abt und Maurontus von Breuil Mönch. Gertrud „die Ältere” wurde hier bestattet, Poppo von Stablo starb hier, von Felicitas gab es Reliquien.

Unweit war das ehemalige Kloster Anchin in Pecquencourt bei Douai, heute ist auf dem weiten Gelände eine Schule mit Internat und diesem Tor. Alelmus und Goswin von Anchin waren Äbte des Klosters, an dessen Stelle zuvor Gurdanius als Einsiedler gelent hatte. John Adams, ein Gefährte von John Lowe wirkte im Kloster, Leo von Saint-Bertin war Mönch und Odo von Cambrai wurde hier bestattet.

In Orchies bei Lille wurde Galterius von Orchies geboren, aber in der Pfarrkirche, in der gerade die Vorabendmesse zuende ist, gibt es keine Hinweise. Aber auch das ist eine gepflegte Kirche; überhaupt ist diese Gegend mit den vielen - ehemaligen - Klöstern, der Konzentration von Orten von Heiligen und den ordentlichen Kirchen offenbar sehr fromm …

… und kriegsgeplagt, wie die Kirchen auch zeigen: es sind sichtlich fast alle Bauten der Neuzeit, weil die Vorgängerbauten in den Weltkriegen zerstört wurden. Offenbar hatten es die Deutschen darauf angelegt, Tradition und Kultur zu zerstören, um die Menschen mürbe zu machen. Ich dachte bislang, diese Untaten hätten Taliban und Islamischer Staat praktiziertt, aber das Grauen ist älter und auch deshalb dieses Mahnmal - Inschrift: massakriert, erschossen, gefoltert - an der Kirche in Orchies wichtig.
Ich fahre extra nicht zu der kleinen Raststätte in der Nähe, sondern etwas weiter zur größeren Raststätte Phalempin in der Hoffnung auf mehr Ruhe - ein Irrtum, wie sich lautstark herausstellt in einer wieder kalten Nacht.

Am Sonntag fahre ich nach Cysoing bei Lille und will zum ehemaligen Kloster - dem heutige Rathaus. Auch dort ist Markt, die Anfahrt wird zum Suchspiel, schließlich habe ich aber Glück, dass nach meiner langen Suche das Tor zum Park just zu meinem Erscheinen geöffnet wird. In Cysoing starb Arnulf der Knappe, im Kloster gab es Reliquien von Callistus I., Eberhard vom Friaul hatte das Kloster gegründet. Vorbei am Denkmal für die Schlacht von Bouvines im Jahr 1214, an der Bischof Wilhelm I. von Nevers teilnahm, komme ich nach Loos bei Lille zu dieser - verschlossenen - Kirche; Maria von der Vorsehung Smet lebte zeitweise hier.

An der Stelle dieser Stiftskirche in Seclin bei Lille fand man die Gebeine von Piatus von Tournai. In der Kirche erlebe ich noch die Eucharistiefeier, daran anschließend segnet der Pfarrer sehr zugewandt die Kinder - eine eindrucksvolle Handlung.

Dann geht es nach Lille, einer durch Handel und Industrie prosperierenden Stadt, nach 1945 eine der reichsten Frankreichs, was auch dieses Gebäude der Industrie- und Handelskammer zeigt; inzwischen gibt es aber auch hier massive Wirtschaftsprobleme. 1890 wurde hier Charles de Gaulle geboren. Alanus von Lille, Eleutherius du Pont und Maria von der Vorsehung Smet wurden in der Stadt geboren.

Nun komme ich zu dieser 1856 geweihten Kathedrale; die Fassade ist übrigens kein Baugerüst, sondern vor die neoklassizistische Originalfassade hat man diese aus Marmor (!) gelegt. Architektur in Frankreich ist ja oft innovativ und anregend, aber in diesem Fall darf man wohl über Geschmack streiten. Eubertus von Seclin ist Patron der Stadt. Bei Nieselregen hinmarschiert - der Parkplatz war nicht weit entfernt, deshalb sonntags in die Städte! - schützt mich das große Gotteshaus nun auch vor dem inzwischen heftigen Regen. Als der Regen kurzfristig pausiert, komme ich zum nahen ehemaligen Hospiz Notre-Dame - heute ein Museum -, das Johanna von Flandern gegründet hatte.

Mit der Kiste geht es dann an den Stadtrand zum ehemaligen Krankenhaus Saint-Sauveur, das Johanna von Flandern wieder hat aufbauen lassen, und in eine Vorstadt zum 1957 neu errichteten Kloster der Dominikaner, in dem Peter Lucian Claverie in den Orden eintrat. Es ist auch verschlossen und gewährt nur von außen den Einblick auf diese Kreuzgang-Imitation.
Eigentlich wollte ich hier ganz im Norden noch weitere Ziele aufsuchen, doch das anhaltende und kalte Regenwetter veranlassen mich dazu, dass ich schon jetzt auf den ausgewählten Campingplatz in Plouvain fahre. Der ist zwar gut bewertet, tatsächlich aber doch recht ländlich-sittlich, aber sauber. Der Ort hatte 2023 ganze 423 Einwohner, betreibt aber diesen kommunalen Campingplatz - das gehört sich in Frankreich für eine ordentliche Kommune. Hier regnet es weiter, die Sonne zeigt sich sekunden- (nicht: minuten-) lang, aber ich kann in Ruhe und mit Heizung arbeiten.

geschrieben vom 17. bis 20. Mai 2026

Im Zentrum und Süden von Paris

   J. Schäfer         

Donnerstag, 7. Mai, bis Donnerstag, 14. Mai

Nachdem sich das Wetter gebessert hat, jedenfalls der Regen aufgehört hat, fahre ich am Donnerstag wieder mit dem Zug in die Stadt und setzte zunächst den Rundgang im Zentrum fort. Zuerst komme ich zu dieser Kirche Saint-Leu-Saint-Gilles mit Reliquien von Helena; die Kirche ist aber erst nachmittags geöffnet.

Im Norden und Süden von Paris

   J. Schäfer         

Sonntag, 3. Mai, bis Mittwoch, 6. Mai

Den Sonntag nutze ich wieder, um Ziele mit der Kiste zu erreichen, zuerst diese 1933 bis 1937 gebaute Kirche Saint-Jean-Bosco mit ihrem zahnstocherartigen Turm. Heinrich Planchat hatte hier zuvor eine Turnhalle und Werkstätten für die Ausbildung von fast 500 Jungen und Lehrlingen gegründet. Das Frühsommer-Wetter der vergangenen Tage ist leider vorbei, nun herrscht trotz Mai Arilwetter mit Regenschauern.

Über Compiègne ins Herz von Paris

   J. Schäfer         

Sonntag, 26. April, bis Samstag, 2. Mai

Am Sonntag fahre ich nach Compiègne, zuerst zu diesem Rest der ehemaligen Burg, dem Turm Jeanne d'Arc, nach ihr benannt, weil Johanna von Orléans in dieser Stadt gefangen genommen wurde. Bischof Kunibert von Köln hatte in der Burg einst beim Beschluss zur Reichsteilung von Austrasien und Neustrien mitgewirkt und Bischof Brun von Köln als Friedensstifter. Jakob I. von Toul hatte dort an einer Synode teilgenommen. Dann gehe ich zur großen Bibliothek Saint-Corneille, der einstigen Kirche des damaligen Klosters Saint-Corneille mit Reliquien von Cornelius.

Von der Seine in die Hauts-de-France

   J. Schäfer         

Sonntag, 19. April bis Samstag, 25. April

Zum Abschied vom Campingplatz in Sézanne fotografiere ich gegenüber von diesem beispielhaft diesen Acker: riesige Felder - hier imerhin noch von einer Hecke begrnzt, sonst meist in völlig ausgeräumter Landschaft - und derzeit oft mit Lupinen bepflanzt: gelb beherrscht das Land. Lupinen pruduzieren sojaähnliches Viehfutter und fixieren Stickstoff im Boden, dienen also zur Gründüngung. In Sézanne sehe ich dann noch das Geburtshaus von Franziska Salesia Aviat.

In die Champagne

   J. Schäfer         

Samstag, 28. März bis Dienstag, 7. April

Da ich erst spät zuhause losgekommen bin und dann in einige Staus, kam ich am Samstag nur bis zur Raststätte Keskastel bei Metz. Enttäuschend auch: die Hoffnung, dass in Frankreich die Dieselpreise deutlich niederiger seien, hat sich nicht erfüllt. Mein erstes Ziel dann am Sonntag: Diese Kirche in Biding bei Forbach, wo es eine Marienerscheinung gab.

Von Friesland nach Utrecht

   J. Schäfer         

Dienstag, 14. Oktober, bis Freitag, 17. Oktober

Nur drei Tage brauchte ich zur Arbeit auf dem Campingplatz in Easterlittens. Das erste Ziel am Dienstag war nun die Kirche in Witmarsum bei Leeuwarden, an der Menno Simons Priester war. Auf dem Gut Liauckama in Sexbierum, einem Ortsteil von Waadhoeke, wurde Elko von Lidlom geboren und im nahen damaligen Kloster Lidlom - heute ein Bauernhof in Klooster-Lidlum - war er Abt.

Gelderland und Nord-Brabant

   J. Schäfer         

Montag, 29. September bis Montag, 6. Oktober

Nach den angenehmen Tagen auf dem Camping Waldvelen beginne ich den Montag in Burlo, einem Stadtteil von Borkum, an der Kirche Mar Odisho & Mar Qardagh, dem ersten Gotteshaus der Assyrische Kirche des Ostens in Deutschland. Ebenfalls in Burlo steht dieses Kloster Mariengarden, das seit 1920 von den von Eugen von Mazenod gegründeten Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria bewohnt wird.

Limburg und Münsterland

   J. Schäfer         

Freitag, 19. September bis Sonntag, 28. September

Wegen der Einschulungsfeier meines Enkels geht es erst spät im September wieder los, zuerst nach Köln, um dort die Familie meines Sohnes zu besuchen. Nach der Nacht auf der Raststätte Frechen komme ich nach Aachen, zuerst zur Kirche St. Josef - heute ein würdevoll gestaltetes Kolumbarium -, in der es Reliquien von Heinrich van der Blomm gab und dann zu dieser ehemaligen Franziskanerkirche St. Nikolaus - heute ein Ort der City-Seelsorge, in der sich die evangelische und die katholischer Kirche gemeinsam engagieren. Heinrich van der Blomm starb hier, Lambert Conradi wurde in Aachen geboren. Viele andere Stellen in Aachen hatte ich schon 2021 besucht.

Tours

   J. Schäfer         

Sonntag, 27. Juli bis Montag, 28. Juni

Nach einem größeren Sprung nach Osten komme ich noch nach Tours und sehe zuerst dieses erhaltene Stück der alten römischen Stadtmauer an der - profanisierten - Kapelle Saint-Libert. In Tours wurde Adventius verehrt, Corentin von Quimper angeblich zum Bischof geweiht, Florentius von Orange, Ingeborg und Leobatius von Sennevières geboren, Simon war Franziskaner in der Gegend, Spanus und Gefährten starben angeblich hier.

Im Schloss wurden Irmgard und Sigirannus geboren.

In dieser Kathedrale waren Bartholomäus von Tours, Baudinus von Tours, Brictius von Tours, Eligius von Noyon, Eustochius von Tours, Gregor von Tours, Lidorius von Tours, Martin von Tours, Perpetuus von Tours und Volusanius von Tours Bischöfe, Armand Jean Le Bouthillier de Rancé Archidiakon, Franziskus Pallu, Philipp Berruyer, Wilhelm Pinchon (von St-Brieuc) waren Kanoniker, Paulus von Tricastinum vielleicht Schüler, Alanus von Lille studierte hier, Maurilius von Angers war hier, Caletricus von Chartres, Conoganus von Quimper, Domnolus von Le Mans, Felix von Nantes, Franziskus von Stagno, Germanus von Paris, Gregor VII., Hieronymus von Nevers, Lanfranc von Canterbury, Praetextatus von Rouen und Victorius von Le Mans nahmen an Synoden teil.

Im Nordwesten der Bretagne

   J. Schäfer         

Mittwoch, 16. Juli bis Samstag, 26. Juli

Vom Cmapingplatz in Gouarec musste ich zuerst nochmals nach Rostrenen, denn ich brauchte eine neue SIM-Karte - die hatte die Postagentur in Gouarec zwar, aber ihr Computer funktionierte nicht, die Registrierung war ncht möglich. Aber: in der Ferienzeit hat die Post in Rostrenen mittwochs zu. Also auf nach Plévin bei Saint-Brieuc, wo Julianus Maunoir starb, zu dieser Pfarrkirche, in der sein Grab ist.

Im Nordosten der Bretagne

   J. Schäfer         

Montag, 7. Juli bis Dienstag, 15. Juli

Vom Campingplatz aus sah ich das Schloss in Combourg bei Rennes und habe dann entdeckt, dass hier Gilduin von Dol geboren wurde, so wurde das Schloss mein erstes nahes Ziel. Dann ging es zur Kirche nach Trédias bei Saint-Brieuc, die Eurelia geweiht ist, und zu dieser nach einem Brand im Jahr 2000 als Ruine dastehenden Kirche in Saint-Judoce bei Saint-Brieuc, die Jodokus geweiht war.

Im Zentrum der Bretagne

   J. Schäfer         

Montag, 30. Juni bis Sonntag, 6. Juli

Die erste Station an diesem Montag liegt in der Nähe des Campingplatzes, auch am See von Guérledan: die Kapelle Sainte-Tréphine im Wald bei Saint-Aignan, an deren Stelle - angeblich - Tremorius geboren wurde und seine Mutter Triphina von der Bretagne enthauptet. Da es noch recht früh am Morgen ist, findet der Fußmarsch durch den Wald bei erträglichen Temperaturen statt - es wird ein heißer Tag werden. Dann komme ich zu der Maria geweihten Kapelle in Perret - einem Ortsteil von Bon Repos sur Blavet - bei Saint-Brieuc, an deren Stelle Avran als Einsiedler lebte. Auch Jordan von Kergrist war Einsiedler, er lebte zeitweise in Kergrist bei Vannes, wo diese Kirche wie zuvor die Kapellen auch verschlossen ist.