Da ich erst spät zuhause losgekommen bin und dann in einige Staus, kam ich am Samstag nur bis zur
Raststätte Keskastel bei Metz. Enttäuschend auch: die
Hoffnung, dass in Frankreich die Dieselpreise deutlich niederiger seien, hat sich nicht erfüllt. Mein erstes Ziel dann am Sonntag:
Diese Kirche in Biding bei Forbach, wo es eine
Marienerscheinung gab.
Steiler Fußmarsch durch den Wald - aber immerhin jetzt ohne Regen - ist dann noch angesgt, um die
Quelle nahe Blénod-lès-Toul bei Èpinal zu erreichen,
an der Menna als Einsiedlerin lebte. An Stelle der dortigen
früheren Kapelle steht jetzt dieses Freizeitheim.
Zur Übernachtung geht's an die Raststätte Toul -
Dommartin für eine wieder angenehm ruhige, aber kalte Nacht; am Morgen gibt es Minus-Grade.
Am Montag geht es zur Kirche im kleinen, abgelegenen
Dorf Bonnet bei Toul, mit dieser Liegefigur von
Florentinus. Ein Mann nützt die Glegenheit eines
seltenen Besuchers, um ununterbrochen auf mich einzureden: nuschelnd, im Diaklekt und auf Französische verstehe ich nicht viel,
aber doch, wie stolz er ist, dass seine Kirche eine besondere sei. Und ich kapiere, wie einsam die Menschen hier sind.
Nicht groß, sondern noch kleiner und abseitiger ist der Ort Méligny-le-Grand bei Verdun, an dessen
KircheNikolaus Tabouillot Pfarrer war. In der
Pfarrkirche in Ligny-en-Barrois bei Saint-Dizier
wird Petrus von Luxemburg verehrt, der zum
Kardinal wurde und auf diesem Glasfenster seine Heimatstadt segnet. Er wurde in dieser Stadt in der Burg geboren, von der noch
der Turm Valérian übrig ist. Auch
Scipio Hieronymus Brigéat de
Lambert wurde in dieser Kleinstadt geboren.
Noch gut 500 Einwohner hat Haironville bei Bar-le-Duc,
wo Jean Bernier, ein Gefährte von Gerhard-Martin Cendrier,
geboren wurde. Noch kleiner: Saint-André-en-Barrois bei Verdun, wo
Johannes Nikolaus Cordier auf die Welt
kam. Richtig groß dagegen ist dieses Kalkwerk in
Dugny-sur-Meuse bei Verdun, wo es eine
Marienerscheinung vor drei Arbeitern gab.
In Harville bei Verdun gab es an der Stelle der heutigen
Pfarrkirche ein Priorat mit
Reliquien von
Nanterius. Das liegt östlich von Verdun und dort waren
die meisten der berühmten Schlachtfelder des 1. Weltkrieges. Jede Ortschaft hat riesige Soldatenfriedhöfe, so wie
diesen in Maizeray, auf dem 2876 anonyme deutsche
Soldaten liegen. Und der Wahnsinn nimmt bis heute kein Ende …
Wieder ruhig und wieder frostig wird die Nacht auf der
Raststätte Verdun - Saint Nicolas.
Nach dem wieder völlig abgelegenen kleinen Dorf
Hans bei Châlons-en-Champagne, wo
Petrus von Chalons geboren wurde, komme ich
nach Cunel bei Verdun, wo Stephan d'Huberte
Pfarrer an der dieser Dorfkirche war. Der Ort liegt
nahe der Grenze zu Belgien und hier fanden im August1914 die ersten Schlachten gegen den deutschen Überfall statt.
Im Dorf Chaumont-Porcien bei Rethel schafft meine Kiste den steilen und nassen Feldweg hoch zur
Kapelle nicht, also dürfen meine Beine schwitzen.
Berthaldus lebte hier als Einsiedler,
Oliveria und Liberata schlossen sich ihm an.
Zum Abschluss des Tages geht es nach Renneville bei Laon mit dieser
Kirche; hier starb
Bossianus.
Ruhig und wie nun schon gewohnt frostig-kalt wird die Nacht an der
Raststätte Ardennes Woinic.
An der Kirche: das von Daphne du Barry 1996 geschaffene Denkmal: der große
Remigius von Reims tauft den kleinen
Merowingerkönig Chlodwig. Dann gehe ich noch zum Platz des
ehemaligen Klosters Saint-Nicaise, wo heute das Maison
de Champagne Taittinger - des einzigen Champagner-Unternehmens, das noch in Familienbesitz ist - steht.
Arnold von Gembloux war hier Abt,
Maurus und
Timotheus und Apollinaris starben hier wohl
als Märtyrer, Nikasius von Reims wurde hier
begraben und Wilhelm von Saint-Thierry war
Mönch.
Regen und Kälte halten mich vom weiteren Rundgang durch die Stadt ab, ich fahre gleich zum Arbeiten auf den angenehmen
kommunalen Campingplatz nach Val-de-Vesle.
Am Samstag fahre ich in die Stadt, der Wetterbericht hatte etwas mildere Temperaturen und wenig Regen angesagt. Mein erster Gang
führt zu dieser Kirche Saint-Maurice und dem
ehemaligen Kolleg der Jesuiten. An der Stelle des ehemaligen
Klosters Saint-Sixte steht heute das große katholische
Institut von Paris; Ansegisus war hier Abt,
Sixtus von Reims wurde in der Kirche bestattet,
die dann ihm geweiht wurde und an der das Kloster gegründet wurde.
Dann komme ich zur Stelle der früheren Universität,
an der Dermitius O'Hurley lehrte - heute
steht dort diese Schule. Gegenüber war das Englische
Kolleg unterbracht in Gebäuden des damaligen Hositals Saint-Antoine. Das Englische Kolleg, eigentlich in
Douai zuhause, war zwischen März 1578 und 1593 in
Reims im Exil. An ihm wurden nach der Reformation in Britannien Engländer zum Priester ausgebildet, die dann heimlich in ihrer
Heimat die Rekatholisierung betrieben und Katholiken betreuten und dafür oft als Märtyrer starben, so z. B.
Alexander Briant; die vielen weiteren spare ich
mir hier.
Nach dem von Johann Baptist de la Salle
gegründeten La Salle-Gymnasium komme ich zur
weltberühmten Kathedrale, an der und in der sich nun
doch recht viele Touristen tummeln. Davor: diese Bodenplatten zum Gedenken an die deutsch-französische Aussehung - die deutsche
Politiker in den letzten Jahren aus neoliberlaem Wahn zunehmend zu verspielen drohen.
Auf diesem Nordfriedhof mit vielen alten Gräbern suche ich - inzwischen doch in leichtem Regen - das
Grab von
Arnold Rèche, das ich erst nach einigem Suchen finde.
Dann geht es noch zu Schule und Internat der
Brüder der christlichen Schulen und durch
heftigen Stau - weil im Stadion ein Fußballspiel ansteht und viele Fans anzieht - zum majestätischen
Institut Sacré-Cœur.
Von Ostersonntag bis -dienstag habe ich nun zu arbeiten auf
dem zu den Feiertagen voller gewordenen Campingplatz
in Val-de-Vesle; zwar herrscht nun strahlender Sonnenschein, aber dennoch bleibt es sehr kalt.
Nur drei Tage brauchte ich zur Arbeit auf dem
Campingplatz in Easterlittens. Das erste Ziel am
Dienstag war nun die Kirche in Witmarsum bei
Leeuwarden, an der Menno Simons Priester war.
Auf dem Gut Liauckama in Sexbierum, einem Ortsteil
von Waadhoeke, wurde Elko von Lidlom geboren
und im nahen damaligen Kloster Lidlom - heute ein
Bauernhof in Klooster-Lidlum - war er Abt.
Das ehemalige Kloster Mariëngaarde nahe Hallum -
heute ebenfalls ein Bauernhof - hatte
Friedrich von Mariengaarden
gegründet und als Abt geleitet; Siard von
Mariengaarde wurde sein Nachfolger als Abt, Dodo
von Haska und Hermann Joseph von
Steinfeld waren dort Mönche. Friedrich von Mariengaarden war zuvor Pfarrer an der
Sint-Maartenkerk in Hallum. Für die weiblichen
Ordensmitglieder gründete Friedsrich 1170 das Kloster
Bethlehem im heutigen Bartleheim, einem Ortsteil von Wijns in Friesland; auch dies ist heute ein Bauernhof, der wirbt mit
biologischer Ziegenhaltung.
Während ich den Hof fotografiere, kommt der junge Bauer angerannt und fragt empört, was ich hier wolle, es sei Privatgrund
- die Straße ist aber nicht als solcher gekennzeichnet. Als ich ruhig antworte, ich fotografiere nur sein Haus - was als
Panoramafreiheit überall in Europa erlaubt ist - antwortet er, er schicke seine Frau, die könne besser Deutsch.
Offenbar treibt ihn die Angst vor Untaten. Man könnte die Angst vor Kriminalität in den Niederlanden als hysterich bezeichnen:
alle - auch die katholischen - Kirchen sind geschlossen oder, selten genug, nur stundenweise geöffent, dann aber immer mit
einer anwesenden Person. Sie enthalten aber sowieso keine Kunstschätze, die Reformation hat hier ausgiebig gewütet. Auch alle
Tankstellen haben abgeschlossenene, hinter (Panzer-)Glas gesicherte Kassen. Und Überwachungskamerqas sind allüberall. Dabei ist
die Kriminalität hier generell niedriger als z.B. in Deutschland, das ebenfall ein sehr sicheres Land ist: Es gab 2024 in den
Niederlanden 0,7 Morde oder Mordversuche pro 100.000 Einwohnern, in Deutschland 0,9. Es gab in den NL 45 erfasste Straftaten pro
1.000 Einwohner, in D 70. Bei den Wohnungseinbrüchen betragen die Zahlen 0,82 pro 1.000 Einwohner in NL, und 1,07 in D. Zudem:
in beiden Ländern gingen alle diese Zahlen in den vergangenen Jahren stark zurück! Das mit Abstand kriminellste Land
in Europa ist übrigens - unabhängig vom und schon lange vor dem Krieg mit Russland - die Ukraine.
Das Hospizgebäude des ehemaligen Bernhardusklosters
in Adwerth - dem heutigen Aduard bei Groningen - ist heute reformierte Kirche. In diesem Kloster lebte
Emmanuel von Cremona,
Richard von Adwerth und
Wido von Adwerth waren Äbte. Auffällig: der
Sickerstreifen rund umd die Kirche besteht nicht aus Kieselsteinen, sondern aus Muscheln. In Ermangelung von Steinen hat
man v.a. früher oft Muscheln benutzt, die es in dem wasserreichen Land ja genug gibt.
An der Kirche in Huizinge war
Erno von Huizinge Pfarrer. Im Kirchhof:
dieser alte Grabstein: sehr schmal, denn Steine sind hierzulande ja Mangelware - also teuer. Schließlich sehe ich noch die
Kirche, die an der Stelle des von Erno gegründeten
Klosters Bloemhof in Wittewierum steht.
An der Raststätte Dikke Linde verbringe ich eine
ruhige Nacht.
Der Mittwoch beginnt in der Menkemaborg - heute
ein Museum über das Leben der Adligen im 17. und 18. Jahrhundert - in Uithuizen bei Appingedam ganz im Norden; im Vorgängerbau
wurde Erno von Huizinge geboren. Erno
gründete auch schon das Kloster Rozenkamp - an
seiner Stelle steht heute dieser Bauernhof. Ein Bauernhof ist heute auch an der Stelle des
von Hadebrand gegründeten
Alten Klosters. Schließlich noch ein
Bauernhof: das ehemalige Kloster Sanctus Benedictus in
Menterna nahe Termunten, in dem Richard
Sakristan war.
Nun nehme ich Abschied von Friesland, es geht ein gutes Stück
nach Süden, nach Zwolle und dort zuächst in diese Kirche
des ehemaligen Dominikanerklosters, in dem
Alanus de la Roche starb.
Auf dem Weg in die Innenstadt: dieses imposante Stadttor Sassenpoort
In dieser Michaelskirche lagen die
Reliquien von
Thomas von Kempen. Seit 2006 ist die
Kirche profanisiert und nun Academiehuis, ein überdachter öffentlicher Platz: Treffpunkt, Relax-Arena, Ausstellungsfläche,
Veranstaltungsort, Café und Bücherei - eine Kirche als echte Ekklesia, nur ohne sakrale Funktion. Das Academiehuis stellt sich
in die Tradition von Platons Akademie in Athen.
Nahe meines Parkplatzes sehe ich, wie man auch in Zwolle auf zur Wohnstätte ausgebauten Schiffen lebt. Etwas außerhalb der
Stadt lag das ehemalige Kloster Agnietenberg, in
dem Thomas von Kempen lebte und
starb.
Es ist schon Abend und das Wetter nasskalt, aber beim Gang durch die Stadt fallen die geschmückten Gassen auf. Ich komme
so zum Geert-Groote-Huis, das als Museum errichtet
wurde an der Stelle, an der sich die Brüder vom gemeinsamen Leben versammelt hatten, die
Geert Groote gegründet hatte und denen sich auch
Thomas Hemerken (von Kempen)
anschloss. In der Broederenkerk lag zuvor die
Kopfreliquie von Geert Grote.
Vor Einbruch der Dunkelhait reicht es noch, ins nahe Zutphen bei Arnhem zu fahren und dort diese
Kirche zu sehen;
Heinrich Zütphen wurde hier geboren,
Irmgard von Köln ist vielleicht hier gestorben,
von Justus gibt es wohl
Reliquien. Allerdings gibt es dann eine Umleitung und die
ist nicht ausgeschildert - sonst sind die Umleitungen hier immer hervorragend gekennzeichnet; ich bahne mir den Weg für Hin-
und Rückfahrt über schmalste Straßen durch dunklen Wald - ein Geduldsspiel!
Schließlich erreiche ich dann genervt die angestrebte
Raststätte Rijssen-Holten - und muss einen Platz
ganz nahe der Autobahn benutzen - also wird auch die Nacht nicht nervenschonend.
In Ootmarsum bei Zwolle starb Radbod von Utrecht. Vor der
Kirche der kleinen Stadt ist ein viel besuchter Markt
und mir fällt diese bronzene Marktfrau auf.
Weil ich nun ganz nahe der deutschen Grenze bin, fahre ich hinüber nach
Nordhorn, um dort - sehr viel billiger - zu tanken,
zudem muss ich zur Post, was hier auch mit vertrauterem Ablauf möglich ist. Und weil die Grenze an einer - wenn auch viel
befahrenen - Landstraße ist, gibt es auch hier keine Kontrollen; wiederum also ein Indiz für Symbolpolititk der
Bundesregierung.
Zurück in den Niederlanden komme ich nach Oldenzaal bei Zwolle zu dieser wohl von
Plechelm von Odilienberg gegründeten und ihm geweihten
Kirche.
Markhelm starb hier.
Nochmals ein gutes Stück weiter Richtung Westen steht dieses heutige
Hotel nahe Amersfoort bei Utrecht, das an der
Stelle des einstigen, von Bischof Ansfrid von
Utrecht gegründeten Klosters steht. Eberhard
von Berne gründete eine Filiale seines Klosters an der Stelle eines heutigen
Landgutes nahe Maarsbergen bei Utrecht.
In Utrecht finde ich nahe der Innenstadt einen Parkplatz und komme dann zuerst zu diesem ehemaligen
Diakonissenhaus - heute das Stadtarchiv -, das
Theodor Fliedner 1844 gründete, und dann zum
Gelände des ehemaligen Paulus-Klosters, das durch
Bernulf von Utrecht eröffnet wurde durch
Verlegung des einstigen Klosters nahe Maarsbergen.
Selbst von außen ist der Dom praktisch nicht zu
fotografieren, da er sich völlig hinter Bäumen versteckt - gut für das Stadtklima, schlecht für mich. Fotogen aber auf dem
Domplatz: die Studenten, die gerade - geschmückt mit Doktorhüten - eine Feier verlassen haben. Die Universität ist direkt
neben dem Dom untergebracht.
Und beeindruckend auch: die Menge der Fahrräder auf dem Domplatz. Täglich seien in der Stadt 90.000 Fahräder unterwegs, schon
1885 wurde hier der erste Fahrradweg gebaut, seit 2019 gibt es ein Fahrrad-Parkhaus mit 12.500 Plätzen auf drei Etagen!
Zum Schluss der Besichtigungen in Utrecht an diesem - entgegen der Wettervorherage - sonnigen Tag fahre ich zu dieser
Sint-Gertrudiskathedraal, der Zentrale der
Altkatholischen Kirche.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit und bei nun wieder einsetzendem Regen erreiche ich westlich von Utrecht noch Woerden; hier
wurde Jan van Woerden geboren und war dann an
dieser Kirche als Helfer des Pfarrers tätig, bis
er wegen reformatorischer Ansichten angeklagt und getötet wurde.
Schon in den vergangenen Tagen wuchs in mir die Tendenz, die Reise ob der mäßigen Temperaturen nicht fortzusetzen, zumal
die Prognose noch kältere Tage vorhersagte. Also geht es nun auf der Autobahn Richtung Heimat und ich übernachte auf der
Raststätte Bisde - genau dort, woh ich auch schon
vom 1. zum 2. Oktober schlief.
Am Freitag geht es dann über die Grenze - zwar eine vierspurige und viel befahrene Straße, aber wieder keine Kontrollen -
nach Worringen - heute ein Stadtteil von Köln -, wo im
HerrenhausJosef Marxen geboren wurde. Die Weiterfahrt nach
Stuttgart wird dann am Nachmittag natürlich ob des
Wochenend-Verkehrs zum Geduldsspiel, aber nach einigen Staus erreiche ich die Heimat.
Die Bilanz dieser Reise: 4549 km gefahren, damit nun alle Stellen in Deutschland und in den Niederlanden besucht,
1089 Fotos gemacht, davon kamen 154 ins Ökumenische Heiligenlexikon.
Nun geht es also doch Richtung Küste, zuerst nach Middelburg an die - unglaublich: geöffenete ! -
Nieuwe Kerk, der Kirche der
ehemaligen Prämonstratenserabtei, in die damals
Adrian Jansen,
Jakob Lacoupe eintraten.
Wegen der Einschulungsfeier meines Enkels geht es erst spät im September wieder los, zuerst nach Köln, um dort die Familie
meines Sohnes zu besuchen. Nach der Nacht auf der
Raststätte Frechen komme ich nach Aachen, zuerst
zur Kirche St. Josef - heute ein würdevoll gestaltetes
Kolumbarium -, in der es Reliquien von
Heinrich van der Blomm gab und dann zu
dieser ehemaligen Franziskanerkirche St. Nikolaus -
heute ein Ort der City-Seelsorge, in der sich die evangelische und die katholischer Kirche gemeinsam engagieren.
Heinrich van der Blomm starb hier,
Lambert Conradi wurde in Aachen geboren. Viele
andere Stellen in Aachen hatte ich schon 2021 besucht.
Vom Cmapingplatz in Gouarec musste ich zuerst
nochmals nach Rostrenen, denn ich brauchte eine
neue SIM-Karte - die hatte die Postagentur in Gouarec zwar, aber ihr Computer funktionierte nicht, die Registrierung war
ncht möglich. Aber: in der Ferienzeit hat die Post in Rostrenen mittwochs zu.
Also auf nach Plévin bei Saint-Brieuc, wo Julianus
Maunoir starb, zu dieser Pfarrkirche, in der
sein Grab ist.
Vom Campingplatz aus sah ich das
Schloss in Combourg bei Rennes und habe dann
entdeckt, dass hier Gilduin von Dol geboren wurde, so
wurde das Schloss mein erstes nahes Ziel. Dann ging es zur
Kirche nach Trédias bei Saint-Brieuc, die
Eurelia geweiht ist, und zu dieser nach einem Brand
im Jahr 2000 als Ruine dastehenden Kirche in
Saint-Judoce bei Saint-Brieuc, die Jodokus geweiht
war.
Die erste Station an diesem Montag liegt in der Nähe des
Campingplatzes, auch am See von Guérledan: die
Kapelle Sainte-Tréphine im Wald bei Saint-Aignan,
an deren Stelle - angeblich - Tremorius geboren wurde
und seine Mutter Triphina von der
Bretagne enthauptet. Da es noch recht früh am Morgen ist, findet der Fußmarsch durch den Wald bei erträglichen
Temperaturen statt - es wird ein heißer Tag werden. Dann komme ich zu der
Maria geweihten
Kapelle in Perret - einem Ortsteil von Bon Repos
sur Blavet - bei Saint-Brieuc, an deren Stelle Avran als
Einsiedler lebte. Auch Jordan von Kergrist
war Einsiedler, er lebte zeitweise in Kergrist bei Vannes, wo diese Kirche wie zuvor die Kapellen auch verschlossen ist.
Während die Gegend rund um Nantes früher zur
Brteagne gehörte und Nantes deren Hauptstadt war, wurde sie 1956/1957 als Pays de Loire zum von der Bretagne
abgetrennten Département und Rennes die Hauptstadt
der heutigen Bretagne, in die ich nun komme. Zuerst nach Théhillac
bei Vannes zu dieser Kirche, wo
Albinus von Angers vielleicht Abt war.
Nach den Pfingstfeiertagen geht es am Dienstag weiter,
zuerst zur Pfarrkirche in Briollay bei Angers,
wo der bei Wilhelm Répin und Gefährten
genannte Vikar André Fardeau sowie sein Pfarrer
Johannes Michael Langevin wirkten,
dann zu dieser Pfarrkirche nach Soucelles bei
Angers, wo André Fardeau, ein weiterer Gefährte von Wilhelm Répin, geboren wurde.
Zum Abschied vom Campingplatz in Magné am
Montagabend: ein Heißluftballom - Montgolfière, wie mein französischer Nachbar stolz und richtig sagt -, der auf
dem Feld daneben zur Landung ansetzt.
Gelesen: Mit kühnen Worten hat sich der Präsident von Burkina Faso, Captain Ibrahim Traoré, in einer Videobotschaft an
denen Papst Leo XIV. gewandt:
Ich führe eine Nation, die von der Welt so lange beiseite geschoben wurde, bis sie sich weigerte, länger zu
schweigen. Man sagte uns, wir seien zu arm, um unabhängig zu sein, zu schwach, um souverän zu sein, zu instabil, um
Widerstand zu leisten. Aber ich sage Ihnen dies im Namen meiner Vorfahren: Wir werden nicht länger um die Erlaubnis
bitten, existieren zu dürfen.
Wir haben es satt, bei Mächten, die unsere Bodenschätze ausbeuten und gleichzeitig Moral predigen, um Anerkennung zu
betteln. Und wir haben es satt, absolut satt, zuzusehen, wie die geistigen Führer der Welt ihre Ohren vor Afrikas Schreien
verschließen, weil Hinzuhören eine unbequem Politik wäre.
… Wir brauchen keine weiteren Plattitüden. Wir brauchen keine weiteren Gedanken und Gebete, während westliche
Firmen unter bewaffneter Bewachung Uran im Niger und Gold im Kongo fördern. (die ganze Botschaft:
https://gela-news.de/botschaft-von-ibrahim-traore-an-papst-leo-xiv)
Am Sonntag geht es zunächst wieder ein Stück nach Süden, zuerst zu dieser
Pfarrkirche in Salagnac - heute Le Grand-Bourg -
bei Limoges, wo Leobonus lebte und starb. Dort
proben Musiker gerade für die Messe.
Im abgelegenen Saint-Hilaire-Foissac bei Tulle war
Jakob Lombardie - den ich ja eben erst in der
Kathedrale in Tulle entdeckte - Pfarrer an der
Kirche, bis er in der Französischen Revolution
als Märtyrer starb. Im ebenso ländlichen und kleinen Chaumeil bei Limoges lebte
Baomir als Einsiedler; in dieser Kirche des Ortes
findet sich aber - auch in der informativen Info-Broschüre - kein Hinweis auf ihn.