Welt bereisen Das Reiseblog des Ökumenischen Heiligenlexikons

Reiseberichte

Im Zentrum und Süden von Paris

   J. Schäfer         

Donnerstag, 7. Mai, bis Donnerstag, 14. Mai

Nachdem sich das Wetter gebessert hat, jedenfalls der Regen aufgehört hat, fahre ich am Donnerstag wieder mit dem Zug in die Stadt und setzte zunächst den Rundgang im Zentrum fort. Zuerst komme ich zu dieser Kirche Saint-Leu-Saint-Gilles mit Reliquien von Helena; die Kirche ist aber erst nachmittags geöffnet.

Diese riesige Kirche Saint-Nicolas-des-Champs ist aber offen, sie hat Reliquien von Nikolaus von Myra. In der Nähe gründete Maria von der Vorsehung Smet ihren Orden. Gleich daneben steht das ehemalige Kloster Saint-Martin des Champs, errichtet an der Stelle, an der Martin von Tours einen Leprakrankn heilte; in der Kirche gab es Reliquien von Paxentius und Albina.

Weiter im Norden steht die Synagoge, mit deren Rabbi Franz Maria Paul Libermann Glaubensgespräche führte. Aus Deutschland kommend fällt auf: keine Absperrgitter, keine Polizeibewachung, offenbar keine Gefahren. Später in der U-Bahn fällt mir ein junger Mann auf, der ganz selbstverständlich seine Kippa trägt. Auch wenn der Front Nationale wohl die nächsten Präsidentschaftswahlen gewinnt: Judenhass ist offenbar kein großes Thema. In der Zeit der deutschen Besatzung war es anders: 76.000 Juden wurden damals aus Frankreich deportiert, darunter 11.000 Kinder. Der wohl kommende Präsidentschaftskandidat des Front Nationale hat sich aktuell deutlich von der deutschen AfD distanziert, weil diese Nazis eine Heimat gebe, die Vergangenheit leugne und die Europäische Gemeinschaft zerschlagen wolle. Dann geht es Richtung Westen zu dieser gewaltigen Kirche Saint-Eustache mit Reliquien von Agnes von Rom, Cäcilia von Rom und Eustachius.

Darin auch: dieses Weihwasserbecken aus Gips von Louis-Eugène Bion von 1834; es zeigt Papst Alexander II., der die Verwendung von Weihwasser eingeführt hat …

… und diese Darstellung des Auszugs der Früchte und des Gemüses aus dem Herzen von Paris von 1969, die auf den nach vielen Protesten 1971 dennoch erfolgten Abbruch der alten Markthallen hinweist, die gegenüber der Kirche standen.

In dieser Kirche Saint-Germain-l'Auxerrois, 542 von König Childebert I. gestiftet und dann die Hauptpfarrei der französischen Könige, wurde Landericus von Paris bestattet. Dumm, dass die geosteten Kirchen immer gegen die Sonne zu fotografieren sind.

Gegenüber ist die Ostfrint des heutigen Louvre-Palastes, bis zur kolossalen Erweiterung Anfang des 17. Jahrhunderts Standort des einstigen Schlosses Louvre. Alanus von Solminihac intervenierte hier beim König gegen seine Ernennung zum Bischof, Elisabeth von Österreich heiratete den König, Elzearius von Sabran und Konrad von Ascoli Piceno kamen als Gesandte zum König, Franz von Sales kam als Bittsteller, später als Gesandter, Franziskus von Stagno war hier Mitglied im Großen Rat, Julian von Speyer war Kapellmeister, Justinus von Louvre starb in der Siedlung, die es zuvor dort gab, der Protestant Pietro Carnesecchi konnte hier bei Katharina von Médici unverfolgt leben. Auch wenn das die für den normalen Verkehr gesperrte Zone ist: die Busse dürfen ihre Fracht zum Museum bringen und mir das Bild vermiesen.

Im neueren, westlichen Teil des Palastes ist der Besucherandrang größer …

… und in diesem Innenhof ebenso.

Gegenüber und auch ganz schön groß: dieser - natürlich verschlossene - Protestantische Tempel Oratoire du Louvre, an dessen Rückseite eine große Marmorstatue von Gaspard de Coligny prangt. Unweit ist dann das Palais Royal, in dem Armand Jean Le Bouthillier de Rancé zeitweise lebte.

Dann geht es mit der U-Bahn noch einmal in den Norden, zunächst zu dieser kleinen Kirche Saint-Denys-de-la-Chapelle, die ich erst nachträglich entdeckt habe. Genoveva von Paris ließ dort eine Kapelle errichten für den Sarg von Dionysius von Paris. Johanna von Orléans betete hier, bevor sie begann, auch Paris von den Engländern zu befreien.

Weiter mit der U-Bahn fahre ich zum Montmartre, den ich am Sonntag wegen der Autosperre nicht besuchen konnte, und steige aus an dieser Place Pigalle - berühmt und besungen als Zentrum der Sünde - davon ist nicht mehr zu sehen, in der Gegend hat die Gentrifizierung längst begonnen. Ich will zur Kapelle der Märtyrer / Saint-Denis mit der Krypta Saint-Denis, wo Dionysius von Paris und Lisbius starben. Ignatius von Loyola und Petrus Faber gründeten dort den Jesuitenorden.

Den Tagesabschluss bildet die Kirche Sacré-Cœur de Montmartre, bequemerweise mit einer Standseilbahn zu erreichen und das kostenlos, denn es gilt das Tagesticket für Zug und U-Bahn. Auch eines der Reiseführer-Hihlights, entsprechend herrscht der Trubel. Die Kirche ist eine der beliebtesten Wallfahrtsstätten weltweit.

Wirklich lohnend ist der Blick von hier auf die Stadt.

Am Freitag ist hier (schon) wieder Feiertag - der 8. Mai, Tag des Endes des 2. Weltkrieges. Ich nutze das, um wieder mit der Kiste in die Stadt zu fahren, wieder links der Seine und den in den Südenosten. Mein Ziel ist zuerst in die schmale Rue Visconti; dort in diesem Haus Nr. 4, einem Privathaus, wurde 1559 die erste Nationalsynode der Hugenotten abgehalten, an der auch Johannes Calvin teilnahm.

Dann finde ich direkt am Panthéon einen ganz legalen Parkplatz. Dort ist viel Polizei zugange, denn ab 14 Uhr findet dort der Beginn des Wochenendes des antifaschistischen Widerstands statt mit Kindgebung und Aufbau eines antifaschistischen Dorfes. Ganz nahe ist dieses Haus, in dem Blaise Pascal lange lebte.

Um die Ecke breitet sich dieser große Park Jardin du Luxembourg aus, in dem beim heutigen Prachtwetter die Menschen den Feiertag genießen. Dort wurden um 1845 zwanzig Statuen von Königinnen aufestellt; ich komme wegen der Statue vom Blanca (Blanche). Auf dem Gelände des Parks stand zuvor die 1257 mit Unterstützung von Bernhard de la Tour gegründete Kartause Vauvert. Im Hintergrund: die 1973 errichtete Tour de Montparnasse, ein Büroturm, 209 Meter und 59 Stockwerke hoch, gebaut auf Initiative von Staatspräsident Georges Pompidou als Symbol der Moderne und der 30 glorreichen Jahre, des französischen Wirtschaftswunders. Drei Jahre nach Fertigstellung des Gebäudes beschloss die Stadt, den Bau von Gebäuden mit mehr als sieben Stockwerken zu verbieten. So geht am Menschen orientierte Stadtplanung!

Dann komme ich zur - leider verschlossenen - Kirche Saint-Jacques-du-Haut-Pas mit Reliquien von Leuthernus und Levianus, Maglorius von Dol sowie Samson von Dol und weiteren bretonischen Heiligen.

Zufällig vorbei komme ich an diesem Institut, in dem damals die zweifache Nobelpreisträgerin und Entdeckerin der Radioaktivität Marie Curie arbeitete. Dann sehe ich das ehemalige Haus der deutschen Gemeinde in Paris, in dem Franz Stock Rektor war und unweit den großen Komplex der Kongregation du Saint-Esprit, deren Generaloberer Franz Maria Paul Libermann war.

In der Kirche Saint-Médard erlebe ich zur Mittagszeit die Messe; die Kirche ist Medardus von Noyon geweiht und hat Reliquien von ihm; in ihr wird auch Rosalia Rendu verehrt, die in der Nähe wirkte. Auf dem Platz davor genießen die Leute den Feiertag mit herrlichem Wetter und das Mittagsmahl - das, wie unser aller Kanzler gewordener Friedrich Merz angeblich sagte - Volk, das drei Stunden zu Mittag isst und dem man deshalb nicht trauen kann.

In dieser Gegend hat sich noch mittelalterlicher Charme bewahrt.

Dann geht es mit der Kiste weiter, zunächst zu dieser Kirche Notre-Dame du Val-de-Grâce, in der es Reliquien Gauderich von Languedoc und Merald gibt. Die Kirche und das angeschlossene große Kloster der Benediktinerinnen wurde nach der Französischen Revolution Militärkrankenhaus und ist heute Museum des militärischen Sanitätswesens. Wer Macht hat, schätzt auch Schönheit .

In diesem Tempel Luxembourg der Protestanten nahm Henri Dunant 1855 an der Gründung des Weltbundes des CVJM teil.

Dann komme ich zu dieser Kirche Saint-Joseph-des-Carmes, der Kirche des ehemaligen Klosters der Unbeschuhten Karmeliter, in dem Lorenz von der Auferstehung Mönch war. In ihr ist das Grab von Friedrich Ozanam, heute ist sie die Kirche des 1875 als katholische Privatuniversität gegründeten Instituts Catholique. Im damaligen Kloster wurden in der Französischen Revolution viele Kleriker inhaftiert und dann hingerichtet, so Ambrosius Augustinus Chevreux, Apollinaris Morel, Franz Urban Salins de Niart, Jakob Julius Bonnaud und Gefährten, Johannes Maria du Lau d'Allemans und Salomon Leclercq. Am Institut Catholique studierten dann Franz Stock, Ivan Merz und Josef Bilczewski, Pierre Teilhard de Chardin war dort Professor.

Gleich nebenan ist das Seminar der Karmeliter , in dem Christian de Chergé, ein Gefährte von Peter Lucian Claverie und Jean Batiffol, ein Gefährte von Gerhard-Martin Cendrier augebildet wurden. Zum Schluss sehe ich das Haus der Filles de la Providence - heute ein von Antoninerinnen der Maronitischen Kirche betriebenes Studentenwohnheim - mit diesem Portal, in dem Maria de Lumague eine Unterkunft einrichtete für Mädchen, die sich der Prostitution hingegeben hatten.

Dann geht es, erneut über die am heutigen Feiertag festlich geschmückte Champs Élysées - die berühmte Prachtstraße ist zwar breit, aber mit Pflasterbelag in Wahrheit eine üble Rumpelpiste - wieder zum Campingplatz in Triel-sur-Seine, wo ich den Samstag zum Arbeiten nutzte.

Am Sonntag geht es wieder mit der Kiste und nun zum letzten Mal in die Stadt, in den Südwesten. Dabei habe ich richtig Glück: der für den Vormittag noch um 8 Uhr prognostizierte heftige Dauerregen kam zwar während der Hinfahrt, nicht aber, als ich dann zu Fuß unterwegs war, zuerst zum ehemaligen Haus der von Karoline Carré de Malberg gegründetenFilles de Saint François de Sales.

Unweit ist diese Kirche Saint-Sulpice. Christian de Chergé,, der Gefährte von Peter Lucian Claverie, wurde hier zum Priester geweiht, Johannes Maria du Lau d'Allemans war Pfarrer. Die Kirche ist Sulpicius II. von Bourges geweiht und Namensgeberin für den Sulpizianerorden.

Noch hat die Messe in dieser gepflegten Kirche Saint-Sulpice nicht begonnen, ich kann ausführlich fotografieren. Direkt daneben war ab 1820 das Priesterseminar Saint-Sulpicee - heute ein Finanzamt - in dem Antonius Daveluy, Charles-Martial-Allemand Lavigerie, Franz Maria Paul Libermann, Heinrich Planchat, Jakob Desideratus Laval, Jakob Lombardie, Johann-Baptist de la Salle, Karl Eugen von Mazenod, Ludwig-Maria Grignion de Montfort und Simon-Maria Justus Ranfer de Bretenières, der Gefährte von Simeon Franziskus, studierten. Zuvor stand dieses Seminar wenige Meter nördlich an der Stelle des heutigen Brunnens; dort studierten Karl Eugen von Mazenod Ludwig-Maria Grignion de Montfort und Scipio Hieronymus Brigéat de Lambert.

Die nächste große Kirche ist im Kern eine der ältesten von Paris - damals die ab 542 erbaute Basilika Sainte-Croix et Saint-Vincent - ab 754 diese Kirche Saint-Germain-des-Prés. Hier ist die Sonntagsmesse gerade zu Ende. Germanus von Paris hatte die Kirche geweiht, die später nach ihm benannt wurde. Im an der Kirche bis zur Französischen Revolution bestehenden Kloster studierten Abbo von Fleury, Absalon von Lund und Adalbero von Würzburg, Wilhelm von Æbelholt wurde dort erzogen, Ceraunus von Paris hatte die Klosterschule eingerichtet, Ambrosius Augustinus Chevreux war an ihr Professor, Droctoveus war Abt, Usuard Mönch. Bis zur Revolution gab es Reliquien vun Eulogius von Córdoba und Natalia von Córdoba, Maurus von Subiaco, Thuriaf von Dol und Vinzenz von Valencia. In der Revolution wurden hier Franz Josef Pey sowie Petrus Jakob Maria Vitalis und Gefährten hingerichtet.

In der Kirche: das Grabmal für Jean II Casimir Vasa, der König von Polen war, abdankte und Abt des damaligen Klosters an Kirche Saint-Germain-des-Prés wurde.

Unterwegs: dieser vom Künstler César Baldacci 1985 geschaffene Zentaur

… und dann komme ich zu der hinter dieser modernen Hausfassade versteckten Kirche Saint-Ignace, in der die Messe im byzantinischen Ritus gefeiert wird und an der Vladimir Ghika wirkte.

Maria als Patronin am Gebäudekomplex der Gesellschaft für Auslandsmissionen. Diese wurde 1663 gegründet, um Priester für den Einsatz in der Mission - v. a. in den französischen Kolonien - auszubilden oder fertige Priester zu schulen. Franziskus Pallu war ihr Gründer, Franz von Montmorency-Laval war an der Gründung beteiligt. Das Seminar besuchten dann Antonius Daveluy, August Chapdelaine, Franziskus Jaccard, Isidor Gagelin, Gabriel Taurin Dufresse, Johannes Karl Cornay, Johannes Martin Moyë, Johannes Theophan Vénard, Joseph Marchand, Laurentius Imbert, Lucianus Eugen Galan, Petrus Dumoulin-Borie, Petrus Franziskus Néron sowie Simeon Franziskus Berneux und Gefährten. Vital-Justin Grandin wurde hier abgewiesen.

Ganz nah ist das große Mutterhaus der Filles de la Charité, der Vinzentinerinnen; an diesem Tor sehe ich eine Schwester im Gespräch mit einer Frau. In der Kapelle sind die Särge von Katharina Labouré und Louise de Marillac sowie das Herz des Gründers Vinzenz von Paul.

Vorbei am kleinen Mutterhaus der Sœurs de l'Enfant Jésus de Saint-Maur, die Nikolaus Barré gegründet hatte, komme ich zum Mutterhaus der Vinzentiner - in Frankreich auch Lazaristen genannt -, dem von Vinzenz von Paul gegründeten männlichen Ordenszweig. In dieser prächtigen Kapelle ist der Glassarg von Vinzenz von Paul. Bernhard August Thiel wurde hier zum Priester geweiht, von Johannes Gabriel Perboyre gibt es Reliquien.

Die Kapelle am Mutterhaus der Sœurs auxiliatrices des âmes du purgatoire, die Maria von der Vorsehung gegründet hatte, sehe ich leider nicht, weil sie im unzugänglichen Hinterhof steht. Dann geht es mit der Kiste weiter, zuerst zu dieser Kirche Saint-François-Xavier, an der sich René Boitier, ein Gefährte von Gerhard-Martin Cendrier, engagierte. Dort geht gerade die Messe zuende, ich sehe den Auszug von Pfarrer und Ministranten - und dass viele Leute die Kirche verlassen, obwohl es schon beginnender Nachmittag - Zeit für drei Stunden Mittagessen ist. Überhaupt erlebe ich in aller Regel in Paris sehr gut gefüllte Kirchen - im doch angeblich laizistischen Frankreich.

Inwischen hat der Regen wieder eingesetzt, in der Kiste ist das nicht tragisch. Ich komme zu der Stelle, an der Mutter Maria Skobtsova ihr Haus in ein Kloster umwandelte - heute steht dort ein Wohnblock - und dann an das ehemalige, von Franziska Salesia Aviat eröffnete Mädchenpensionat - heute ein Studentinnenwohnheim. Den Abschluss bildet diese - wieder im Hinterhof versteckte und leider geschlossene - Kirche Notre-Dame-de-la-Salette mit den Gebeinen von Heinrich Planchat.
Das war's nun mit Paris, auf der Rückfahrt zum Campingplatz in Triel-sur-Seine überkommt mich etwas Wehmut, mich von dieser faszinierenden, chaotischen, einzigartig schönen Stadt von Hochkultur und Savoir-vivre und ihrer freundlichen Atmosphäre verabschieden zu müssen. 128 Stellen in der Stadt habe ich identifiziert, genau 102 davon aufgesucht und habei 731 Fotos gemacht, von denen 127 ins Heiligenlexikon kamen. Ich habe dann noch bis Donnerstag zu arbeiten, bis es am Freitag in den Nordwesten Frankreichs geht.

geschrieben vom 9. bis 13. Mai 2026

Im Norden und Süden von Paris

   J. Schäfer         

Sonntag, 3. Mai, bis Mittwoch, 6. Mai

Den Sonntag nutze ich wieder, um Ziele mit der Kiste zu erreichen, zuerst diese 1933 bis 1937 gebaute Kirche Saint-Jean-Bosco mit ihrem zahnstocherartigen Turm. Heinrich Planchat hatte hier zuvor eine Turnhalle und Werkstätten für die Ausbildung von fast 500 Jungen und Lehrlingen gegründet. Das Frühsommer-Wetter der vergangenen Tage ist leider vorbei, nun herrscht trotz Mai Arilwetter mit Regenschauern.

Über Compiègne ins Herz von Paris

   J. Schäfer         

Sonntag, 26. April, bis Samstag, 2. Mai

Am Sonntag fahre ich nach Compiègne, zuerst zu diesem Rest der ehemaligen Burg, dem Turm Jeanne d'Arc, nach ihr benannt, weil Johanna von Orléans in dieser Stadt gefangen genommen wurde. Bischof Kunibert von Köln hatte in der Burg einst beim Beschluss zur Reichsteilung von Austrasien und Neustrien mitgewirkt und Bischof Brun von Köln als Friedensstifter. Jakob I. von Toul hatte dort an einer Synode teilgenommen. Dann gehe ich zur großen Bibliothek Saint-Corneille, der einstigen Kirche des damaligen Klosters Saint-Corneille mit Reliquien von Cornelius.

Von der Seine in die Hauts-de-France

   J. Schäfer         

Sonntag, 19. April bis Samstag, 25. April

Zum Abschied vom Campingplatz in Sézanne fotografiere ich gegenüber von diesem beispielhaft diesen Acker: riesige Felder - hier imerhin noch von einer Hecke begrnzt, sonst meist in völlig ausgeräumter Landschaft - und derzeit oft mit Lupinen bepflanzt: gelb beherrscht das Land. Lupinen pruduzieren sojaähnliches Viehfutter und fixieren Stickstoff im Boden, dienen also zur Gründüngung. In Sézanne sehe ich dann noch das Geburtshaus von Franziska Salesia Aviat.

In die Champagne

   J. Schäfer         

Samstag, 28. März bis Dienstag, 7. April

Da ich erst spät zuhause losgekommen bin und dann in einige Staus, kam ich am Samstag nur bis zur Raststätte Keskastel bei Metz. Enttäuschend auch: die Hoffnung, dass in Frankreich die Dieselpreise deutlich niederiger seien, hat sich nicht erfüllt. Mein erstes Ziel dann am Sonntag: Diese Kirche in Biding bei Forbach, wo es eine Marienerscheinung gab.

Von Friesland nach Utrecht

   J. Schäfer         

Dienstag, 14. Oktober, bis Freitag, 17. Oktober

Nur drei Tage brauchte ich zur Arbeit auf dem Campingplatz in Easterlittens. Das erste Ziel am Dienstag war nun die Kirche in Witmarsum bei Leeuwarden, an der Menno Simons Priester war. Auf dem Gut Liauckama in Sexbierum, einem Ortsteil von Waadhoeke, wurde Elko von Lidlom geboren und im nahen damaligen Kloster Lidlom - heute ein Bauernhof in Klooster-Lidlum - war er Abt.

Gelderland und Nord-Brabant

   J. Schäfer         

Montag, 29. September bis Montag, 6. Oktober

Nach den angenehmen Tagen auf dem Camping Waldvelen beginne ich den Montag in Burlo, einem Stadtteil von Borkum, an der Kirche Mar Odisho & Mar Qardagh, dem ersten Gotteshaus der Assyrische Kirche des Ostens in Deutschland. Ebenfalls in Burlo steht dieses Kloster Mariengarden, das seit 1920 von den von Eugen von Mazenod gegründeten Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria bewohnt wird.

Limburg und Münsterland

   J. Schäfer         

Freitag, 19. September bis Sonntag, 28. September

Wegen der Einschulungsfeier meines Enkels geht es erst spät im September wieder los, zuerst nach Köln, um dort die Familie meines Sohnes zu besuchen. Nach der Nacht auf der Raststätte Frechen komme ich nach Aachen, zuerst zur Kirche St. Josef - heute ein würdevoll gestaltetes Kolumbarium -, in der es Reliquien von Heinrich van der Blomm gab und dann zu dieser ehemaligen Franziskanerkirche St. Nikolaus - heute ein Ort der City-Seelsorge, in der sich die evangelische und die katholischer Kirche gemeinsam engagieren. Heinrich van der Blomm starb hier, Lambert Conradi wurde in Aachen geboren. Viele andere Stellen in Aachen hatte ich schon 2021 besucht.

Tours

   J. Schäfer         

Sonntag, 27. Juli bis Montag, 28. Juni

Nach einem größeren Sprung nach Osten komme ich noch nach Tours und sehe zuerst dieses erhaltene Stück der alten römischen Stadtmauer an der - profanisierten - Kapelle Saint-Libert. In Tours wurde Adventius verehrt, Corentin von Quimper angeblich zum Bischof geweiht, Florentius von Orange, Ingeborg und Leobatius von Sennevières geboren, Simon war Franziskaner in der Gegend, Spanus und Gefährten starben angeblich hier.

Im Schloss wurden Irmgard und Sigirannus geboren.

In dieser Kathedrale waren Bartholomäus von Tours, Baudinus von Tours, Brictius von Tours, Eligius von Noyon, Eustochius von Tours, Gregor von Tours, Lidorius von Tours, Martin von Tours, Perpetuus von Tours und Volusanius von Tours Bischöfe, Armand Jean Le Bouthillier de Rancé Archidiakon, Franziskus Pallu, Philipp Berruyer, Wilhelm Pinchon (von St-Brieuc) waren Kanoniker, Paulus von Tricastinum vielleicht Schüler, Alanus von Lille studierte hier, Maurilius von Angers war hier, Caletricus von Chartres, Conoganus von Quimper, Domnolus von Le Mans, Felix von Nantes, Franziskus von Stagno, Germanus von Paris, Gregor VII., Hieronymus von Nevers, Lanfranc von Canterbury, Praetextatus von Rouen und Victorius von Le Mans nahmen an Synoden teil.

Im Nordwesten der Bretagne

   J. Schäfer         

Mittwoch, 16. Juli bis Samstag, 26. Juli

Vom Cmapingplatz in Gouarec musste ich zuerst nochmals nach Rostrenen, denn ich brauchte eine neue SIM-Karte - die hatte die Postagentur in Gouarec zwar, aber ihr Computer funktionierte nicht, die Registrierung war ncht möglich. Aber: in der Ferienzeit hat die Post in Rostrenen mittwochs zu. Also auf nach Plévin bei Saint-Brieuc, wo Julianus Maunoir starb, zu dieser Pfarrkirche, in der sein Grab ist.

Im Nordosten der Bretagne

   J. Schäfer         

Montag, 7. Juli bis Dienstag, 15. Juli

Vom Campingplatz aus sah ich das Schloss in Combourg bei Rennes und habe dann entdeckt, dass hier Gilduin von Dol geboren wurde, so wurde das Schloss mein erstes nahes Ziel. Dann ging es zur Kirche nach Trédias bei Saint-Brieuc, die Eurelia geweiht ist, und zu dieser nach einem Brand im Jahr 2000 als Ruine dastehenden Kirche in Saint-Judoce bei Saint-Brieuc, die Jodokus geweiht war.

Im Zentrum der Bretagne

   J. Schäfer         

Montag, 30. Juni bis Sonntag, 6. Juli

Die erste Station an diesem Montag liegt in der Nähe des Campingplatzes, auch am See von Guérledan: die Kapelle Sainte-Tréphine im Wald bei Saint-Aignan, an deren Stelle - angeblich - Tremorius geboren wurde und seine Mutter Triphina von der Bretagne enthauptet. Da es noch recht früh am Morgen ist, findet der Fußmarsch durch den Wald bei erträglichen Temperaturen statt - es wird ein heißer Tag werden. Dann komme ich zu der Maria geweihten Kapelle in Perret - einem Ortsteil von Bon Repos sur Blavet - bei Saint-Brieuc, an deren Stelle Avran als Einsiedler lebte. Auch Jordan von Kergrist war Einsiedler, er lebte zeitweise in Kergrist bei Vannes, wo diese Kirche wie zuvor die Kapellen auch verschlossen ist.

Bis ans Ende der Erde

   J. Schäfer         

Freitag, 20. Juni bis Sonntag, 29. Juni

Während die Gegend rund um Nantes früher zur Brteagne gehörte und Nantes deren Hauptstadt war, wurde sie 1956/1957 als Pays de Loire zum von der Bretagne abgetrennten Département und Rennes die Hauptstadt der heutigen Bretagne, in die ich nun komme. Zuerst nach Théhillac bei Vannes zu dieser Kirche, wo Albinus von Angers vielleicht Abt war.