Welt bereisen Das Reiseblog des Ökumenischen Heiligenlexikons

Reiseberichte

Über Compiègne ins Herz von Paris

   J. Schäfer         

Sonntag, 26. April, bis Samstag, 2. Mai

Am Sonntag fahre ich nach Compiègne, zuerst zu diesem Rest der ehemaligen Burg, dem Turm Jeanne d'Arc, nach ihr benannt, weil Johanna von Orléans in dieser Stadt gefangen genommen wurde. Bischof Kunibert von Köln hatte in der Burg einst beim Beschluss zur Reichsteilung von Austrasien und Neustrien mitgewirkt und Bischof Brun von Köln als Friedensstifter. Jakob I. von Toul hatte dort an einer Synode teilgenommen. Dann gehe ich zur großen Bibliothek Saint-Corneille, der einstigen Kirche des damaligen Klosters Saint-Corneille mit Reliquien von Cornelius.

Auch repräsentativ: dieses Rathaus von Compiègne. Sowohl Fulko von Reims als auch Vigilius von Auxerre starben hier eines gewaltsamen Todes, Wilfrith von York wurde hier zum Priester geweiht, Wilhelm von Æbelholt ist möglicherweise hier geboren.

Eindrücklich auch diese wirklich höchst saubere und ordentliche Kirche Saint-Jacques mit Reliquien von Clemens I. und Cyprian von Karthago.

Ich sehe noch dieses riesige Schloss und etwas entfernt die Stelle des ehemaligen Klosters der Unbeschuhte Karmelitinnen, dessen Nonnen in der Französischen Revolution ermodert wurden - die Märtyrerinnen von Compiègne; an seiner Stelle steht heute die Kapelle Sainte-Thérèse der 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten schismatischen Priesterbruderschaft St. Pius X.

Dann geht es nach Paris, am heutigen Sonntag nutze ich die - vermeintlich - verkehrsärmere Zeit für Außenbezirke im Nordosten. Der Verkehr war aber nicht so harmlos wie erwartet, den schönen Sonntag nutzten die Pariser für Ausflüge, Staus und Geduld waren an diesem Nachmittag durchgehend angesagt und die Parkplatzsuche echt schwierig. Legale Parkplätz kosten in der Stadt werktags schlappe 225 € - in Worten: zweihundertfünfungzwanzig - am Tag. Illegales Parken ist nicht zu empfehlen, es wird blockiert oder abgeschleppt; aber schließlich wurde ich fündig. Ich komme dann zuerst zur Place de la Nation, wo die Märtyrerinnen von Compiègne auf dem Schafott starben. Hinter diesem - verschlossenen - Tor steht die Kirche Notre-Dame de la Paix de Picpus und daneben das Mutterhaus der von Marie-Joseph Coudrin gegründeten Kongregation von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä und mit Reliquien von Priscus.

Auch in Paris gründete Theodor Fliedner eine, nämlich diese Diakonissenanstalt - heute ein großes Krankenhaus, am Sonntag leider unzugänglich.

Dann fahre ich weiter nach Norden, mit großen Umleitungen wegen sonntäglichen Events, und entlang dieses Kanals Saint-Martin, an dem sich tausende Leute tummeln. Von Napoleon initiiert, wurde er 1825 eröffnet und diente dem Schiffsverkehr sowie der Trinkwasser- und Straßenreinigungswasser-Versorgung. Später wurden Teile überdeckelt, in den 1970-er Jahren sollte er breiteren Straßen weichen, was glücklicherweise dann doch nicht geschah.

Mein erstes Ziel dort ist die Kirche Saint-Laurent mit diesem prächtigen Portal, an deren einstigem Kloster Domnolus von Le Mans Abt war. Unweit ist die Stelle des ersten Mutterhauses der von Vinzenz von Paul gegründeten Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen) - in Frankreich Lazaristinnen genannt, weil nahebei auch die damalige Kirche Saint-Lazare stand. Heute ist dort der Park Saint-Lazare, in dem auch viele Menschen den sonnigen Sonntag genießen; an der Stelle des einstigen Maison Saint-Lazare, in dem Jean-François-Regis Clet Direktor war, steht die Kapelle des früheren Gefängnis-Krankenhauses, der heutigen Mediathek Françoise Sagan.

Auf dem Weg zu meinem Übernachtungsplatz führt mein Navi mich durch den dichten Stadtverkehr und vorbei am Arc de Triomphe - muss man ja auch gesehen haben. Mein Schlafplatz ist die Raststätte Morainvillers im Westen von Paris - recht angenehm und relativ ruhig.

Von der Raststätte Morainvillers ist es nicht weit zum Bahnhof in Poissy, von dem aus RER-Züge - die Pariser S-Bahn - mit halbstündiger Dauer direkt ins Zentrum fahren und wo es ganz nahe einen kostengünstigen Parkplatz gibt - 6,50 € am Tag anstatt wie in der Stadt 225.- €. So komme ich am Montag entspannt auf die Île de la Cité, die Keimzelle von Lutetia /Paris, und dort ans erste Ziel, das riesige Palais de la Cité, über Jahrhunderte die Residenz der Könige, dann Parlament - heute bescheiden Concièrgriee, Dienstmädchenbau genannt. Adela von Frankreich und Blanca (Blanche) heirateten den König, Aldowin von Rouen war Berater des Königs und Johannes Humilis von Montmirail sein Freund, Arnald Amaury von Narbonne war Gesandter des Papstes, Papst Eugen III., Florentinus von Amboise, und Leonorius von Pontual besuchten den König, Severinus von Agaunum heilte den König, Berthold von Regensburg predigte hier, Fulrad von Saint-Denis war Leiter der Hofkapelle, Burkhard I. von Vendôme war Graf und Hubertus von Lüttich Pfalzgraf, von Martin von Tours wurde hier dessen Mantel aufbewahrt, Anne Dubourg war Parlamentsmitglied.

Und dann stehe ich zweieinhalb Stunden Schlange, um Zutritt zur Sainte-Chapelle zu erhalten, die König Ludwig IX. erbauen ließ für die Reliquie der höchst wertvollen Dornenkrone Jesu und für Splitter seines Kreuzes, erwähnt im Artikel Tag der Kreuzfindung. Die Wartezeit ist so groß, weil jeder Einzelne beim Einlass durch die Sicherheitsschleuse muss - wie auf dem Flughafen. Die Terror-Angst ist in Frankreich lebendig. Diese Unterkirche der Sainte-Chapelle ist dann eher düster und mit den vielen Verkaufsständen einem Jahrmarkt ähnlich, die Oberkirche dagegen hell, aber weithin schmucklos. Weil sie als Höhepunkt gotischer Baukunst gilt, ist die einstige Hofkapelle dennoch in jedem Reiseführer als Highlight verzeichnet.

Um die Ecke steht das Hôtel-Dieu mit diesem Eingang - noch immer ein Krankenhaus -, gegründet um 650 von Bischof Landericus von Paris. Davor, auf dem großen Platz vor der heutigen Kathedrale Notre-Dame, stand die vorherige Kathedrale Saint-Étienne, die Bischofskirche bis 1163; die dort Wirkenden, die Synodenteilnehmer und die an der Schule Lehrenden und Lernenden erspare ich mir hier.

1163 wurde dann diese neue Kathedrale Notre-Dame bezogen, auch hier spare ich mir die Aufzählung der dorthin Gehörenden. Auffällig: kein Bischof seit ihrem Bau gehört zu den Heiligen / Seligen. Nicht überraschend: auch hier ist der Besucheransturm gigantisch.

Dann geht es südlich der Seine ins Quartier Latin, den Bildungsstadtteil. Zuerst sehe ich das ehemalige Collège des Bernardins - heute ein Kulturzentrum -, an dem Ägidius de Roye, Dionysius l'Argentier und Wilhelm le Court studierten. In dieser Kirche Saint-Étienne-du-Mont wurde Alanus von Solminihac zum Bischof geweiht und Blaise Pascal bestattet. Hier wird Genoveva verehrt mit einem neuen Sarkophag; die zuvor gegenüber gestandene, ihr geweihte Kirche Kirche Sainte-Geneviève musste nach der Französischen Revolution dem Panthéon weichen, die Reliquien wurden verbrannt und weggeworfen.

In der Kirche Saint-Étienne-du-Mont sind alte Glasfenster erhalten, darunter dieses von um 1618 über die Wandlung bei der Eucharistie.

In diesem ehemaligen Collège Sainte-Barbe - heute eine heute Bibliothek - wohnten Franz Xaver, Ignatius von Loyola und Petrus Faber, als sie in Paris studierten. Gleich um die Ecke studierte Johannes Calvin - sozusagen deren heftigster Gegenspieler - im damaligen Collège de Montaigu, heute auch Bibliothek.

Die Ostseite des Panthéons, Standort der früheren Kirche Kirche Sainte-Geneviève. In ihr gab es Reliquien von Aude (Alda), Baudelius von Nîmes und vielleicht von Genulf von Cahors; Ceraunus von Paris und Clothilde waren hier bestattet, Genoveva hatte ihr Grab, Claudius Ponse, ein Gefährte von Johannes Karl Maria Bernard du Cornillet und Wilhelm von Æbelholt waren Regularkanoniker im angeschlossenen Kloster. Das Panthéon steht dort, wo das Zentrum des antiken Lutetia Parisiorum war. Dort wirkte Dionysius von Paris als erster Bischof der Stadt und Massus von Paris als der dritte, zugange waren auch Dionysius' Gefährte Asperianus und Genoveva. In der Nähe war auch das erste Kloster der Franziskaner, in dem Agnellus von Pisa lebte.

Am berühmten Collège de France studierte Sigismund Szczesny Felinski und am riesigen damaligen Collège de Clermont der Jesuiten - heute das Gymnasium Louis-le-Grand - wurden Franz von Montmorency-Laval, Franz von Sales, Honoratus Bochart von Champigny und Robert Southwell ausgebildet. Die verschlossene Tür erlaubt diesen Einblick in den Innenhof.

Abgegangen ist das einstige Dominikanerkloster Saint-Jacques. Alanus de la Roche und Andreas Abellon lehrten dort, Augustin Kažotić und Heinrich van den Calstre studierten, Bertrand von Garriga, Mannes de Guzmán und Reginald von Orléans gründeten ab 1217 das Kloster, unterstützt von Johannes von Barastre. Hilger von Hornstein, Hugo von Saint-Cher und Jordan von Sachsen traten hier in den Orden ein, Hyazinthus von Polen und Johannes „Teutonicus” nahm teil an einem Generalkapitel, Jordan von Pisa war hier Prior.
Die fast 100 Heiligen /Seligen, die an der Universität Sorbonne - oder ihrer Vorgängerin bis 1257, der Universitas magistrorum et scholarium - lehrten oder ausgebildet wurden, erspare ich mir hier wieder. Das Bild zeigt die Kirche dieser insgesamt riesigen Universität.

Als ich die Kirche des ehemaligen Konvents der Franziskaner-Minoriten - der heute ein medizinisches Institut der Universität Sorbonne ist - fotografieren will und dazu mich fünf Meter in das Gelände begebe, ermahnt der Wachmann unmissverständlich: Betreten sei verboten - die Angst der Franzosen. Alexander von Hales, Germanus von Aubert Julian von Speyer, Nikolaus von Lyra und Venantius lebten und starben hier, (Johannes) Bonaventura trat dort in den Orden ein, Elzearius von Sabran wurde in der Kirche bestattet, Engelhard und Pacificus von der Mark wirkten als Provinzial.
Nach einem anstrengenden Tag geht es dann zuzrück mit dem Zug zum Bahnhof in Poissy und wieder zur bewährten Raststätte Morainvillers.

Am Dienstag fahre ich wieder zum Bahnhof in Poissy und komme in der Stadt in den Stadtteil Marais nördlich der Seine; hier ist eine große ZTL, Autos sind nur für Anlieger erlaubt. Ich sehe zuerst die geschichtsträchtigen Place de la Bastille mit dieser über 50 Meter hohen, 1840 errichteten Colonne de Juillet, die aber nicht an den Sturm auf das damalige Gefängnis und den Beginn der Revolution von 1789 erinnert, sondern an den Aufstand gegen König Charles X. vom Juli 1830. Die Figur ist Le Génie de la Liberté, der Geist der Freiheit.

Zunächst komme ich in diese Kirche Saint-Paul-Saint-Louis, ab 1580 eine Kirche der Jesuiten, seit der Revolution Pfarrkirche. Sie hat Reliquien von Quintilian. Am angegliederten damaligen Seminar studierte Scipio Hieronymus Brigéat de Lambert. Dann geht's zum Geburtshaus - einem großen Palast, heute auch eine Bibliothek - von Luise von Lamoignon.

Nach der ehemaligen Kirche Saint-Jean-Saint-François - heute die Kathedrale Sainte-Croix der Armenischen Kirche -, in deren Kloster Apollinaris Morel lebte, sehe ich diese Kirche Notre-Dame des Blancs-Manteaux, die ehemalige Kirche der Serviten, nach der Revolution zur Pfarrkirche geworden.

Zufällig komme ich an dieser Kirche des Billets, der lutherischen - und natürlich geschlossenen - Kirche, vorbei.

Das Rathaus von Paris ist schon an seiner Rückseite ein wirklich eindrücklicher Bau. Auf der Place de l'Hôtel de Ville wurden in der Reformationszeit die Protestanten Anne Dubourg und Louis de Berquin exekutiert.

Dann gehe ich noch einmal über die Île de la Cité ins Quartier Latin, denn zwei Kirchen hatte ich erst in den Reiseführern - brauchbar: Dorling Kindertsley: Vis-à-Vis Paris, aktualisierte Auflage. dk-verlag, München 2024 und sehr touristisch: Ralf Nestmeyer: Paris, 14.Aufl. Michael Müller Verlag Erlangen 2025 - entdeckt: zunächst diese Kirche Saint-Severin, an deren einstigem Kloster Severinus lebte.

Sehr alte Wurzeln hat diese Kirche Saint-Julien-le-Pauvre - heute Kirche der griechisch-katholischen Gemeinde. Sie ist Julianus von Brioude oder Julianus „Hospitator” geweiht.

Zurück im Stadtteil Marais: Und es gibt sie doch: Clochards in Paris, die ihre Zelte hier am Park beim Tour Saint-Jacques - dem erhaltenen Glockenturm einer einstigen Kirche - aufgeschlagen haben. Mitten im Zentrum der Stadt mit den vielen Touristen können sie wohl einigermaßen überleben. An diesem Turm hat Blaise Pascal seine Experimente zur Erforschung des Luftdrucks vorgenommen.

Den Abschluss für heute bildet dieser Brunnen auf dem Platz, der früher der Friedhof der Unschuldigen war - benannt nach der damals dort stehenden, den Unschuldigen Kindern geweihten Kirche. In ihr wurde Richard verehrt, das angebliche Opfer eines jüdischen Ritualmordes.
Mein Weg führt nun zurück zur bekannten Raststätte Morainvillers. Am Mittwoch ging es dann zum Arbeiten auf den Campingplatz in Triel-sur-Seine - direkt am Fluss, aber auch an der Bahnlinie gelegen; der verhaltene Zuglärm stört mich nicht, eher aber der Fluglärm. Diesen Platz habe ich erst nach längerem Recherchieren gefunden - wohl der einzig ordentlich bewertete und mit knapp 26 € pro Nacht noch bezahlbare in der Gegend, dazu noch nahe beim Bahnhof in Poissy, meinem Ausgangspunkt für die Bahnfahrten in die Stadt.

geschrieben vom 29. April bis 2. Mai 2026

Von der Seine in die Hauts-de-France

   J. Schäfer         

Sonntag, 19. April bis Samstag, 25. April

Zum Abschied vom Campingplatz in Sézanne fotografiere ich gegenüber von diesem beispielhaft diesen Acker: riesige Felder - hier imerhin noch von einer Hecke begrnzt, sonst meist in völlig ausgeräumter Landschaft - und derzeit oft mit Lupinen bepflanzt: gelb beherrscht das Land. Lupinen pruduzieren sojaähnliches Viehfutter und fixieren Stickstoff im Boden, dienen also zur Gründüngung. In Sézanne sehe ich dann noch das Geburtshaus von Franziska Salesia Aviat.

In die Champagne

   J. Schäfer         

Samstag, 28. März bis Dienstag, 7. April

Da ich erst spät zuhause losgekommen bin und dann in einige Staus, kam ich am Samstag nur bis zur Raststätte Keskastel bei Metz. Enttäuschend auch: die Hoffnung, dass in Frankreich die Dieselpreise deutlich niederiger seien, hat sich nicht erfüllt. Mein erstes Ziel dann am Sonntag: Diese Kirche in Biding bei Forbach, wo es eine Marienerscheinung gab.

Von Friesland nach Utrecht

   J. Schäfer         

Dienstag, 14. Oktober, bis Freitag, 17. Oktober

Nur drei Tage brauchte ich zur Arbeit auf dem Campingplatz in Easterlittens. Das erste Ziel am Dienstag war nun die Kirche in Witmarsum bei Leeuwarden, an der Menno Simons Priester war. Auf dem Gut Liauckama in Sexbierum, einem Ortsteil von Waadhoeke, wurde Elko von Lidlom geboren und im nahen damaligen Kloster Lidlom - heute ein Bauernhof in Klooster-Lidlum - war er Abt.

Gelderland und Nord-Brabant

   J. Schäfer         

Montag, 29. September bis Montag, 6. Oktober

Nach den angenehmen Tagen auf dem Camping Waldvelen beginne ich den Montag in Burlo, einem Stadtteil von Borkum, an der Kirche Mar Odisho & Mar Qardagh, dem ersten Gotteshaus der Assyrische Kirche des Ostens in Deutschland. Ebenfalls in Burlo steht dieses Kloster Mariengarden, das seit 1920 von den von Eugen von Mazenod gegründeten Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria bewohnt wird.

Limburg und Münsterland

   J. Schäfer         

Freitag, 19. September bis Sonntag, 28. September

Wegen der Einschulungsfeier meines Enkels geht es erst spät im September wieder los, zuerst nach Köln, um dort die Familie meines Sohnes zu besuchen. Nach der Nacht auf der Raststätte Frechen komme ich nach Aachen, zuerst zur Kirche St. Josef - heute ein würdevoll gestaltetes Kolumbarium -, in der es Reliquien von Heinrich van der Blomm gab und dann zu dieser ehemaligen Franziskanerkirche St. Nikolaus - heute ein Ort der City-Seelsorge, in der sich die evangelische und die katholischer Kirche gemeinsam engagieren. Heinrich van der Blomm starb hier, Lambert Conradi wurde in Aachen geboren. Viele andere Stellen in Aachen hatte ich schon 2021 besucht.

Tours

   J. Schäfer         

Sonntag, 27. Juli bis Montag, 28. Juni

Nach einem größeren Sprung nach Osten komme ich noch nach Tours und sehe zuerst dieses erhaltene Stück der alten römischen Stadtmauer an der - profanisierten - Kapelle Saint-Libert. In Tours wurde Adventius verehrt, Corentin von Quimper angeblich zum Bischof geweiht, Florentius von Orange, Ingeborg und Leobatius von Sennevières geboren, Simon war Franziskaner in der Gegend, Spanus und Gefährten starben angeblich hier.

Im Schloss wurden Irmgard und Sigirannus geboren.

In dieser Kathedrale waren Bartholomäus von Tours, Baudinus von Tours, Brictius von Tours, Eligius von Noyon, Eustochius von Tours, Gregor von Tours, Lidorius von Tours, Martin von Tours, Perpetuus von Tours und Volusanius von Tours Bischöfe, Armand Jean Le Bouthillier de Rancé Archidiakon, Franziskus Pallu, Philipp Berruyer, Wilhelm Pinchon (von St-Brieuc) waren Kanoniker, Paulus von Tricastinum vielleicht Schüler, Alanus von Lille studierte hier, Maurilius von Angers war hier, Caletricus von Chartres, Conoganus von Quimper, Domnolus von Le Mans, Felix von Nantes, Franziskus von Stagno, Germanus von Paris, Gregor VII., Hieronymus von Nevers, Lanfranc von Canterbury, Praetextatus von Rouen und Victorius von Le Mans nahmen an Synoden teil.

Im Nordwesten der Bretagne

   J. Schäfer         

Mittwoch, 16. Juli bis Samstag, 26. Juli

Vom Cmapingplatz in Gouarec musste ich zuerst nochmals nach Rostrenen, denn ich brauchte eine neue SIM-Karte - die hatte die Postagentur in Gouarec zwar, aber ihr Computer funktionierte nicht, die Registrierung war ncht möglich. Aber: in der Ferienzeit hat die Post in Rostrenen mittwochs zu. Also auf nach Plévin bei Saint-Brieuc, wo Julianus Maunoir starb, zu dieser Pfarrkirche, in der sein Grab ist.

Im Nordosten der Bretagne

   J. Schäfer         

Montag, 7. Juli bis Dienstag, 15. Juli

Vom Campingplatz aus sah ich das Schloss in Combourg bei Rennes und habe dann entdeckt, dass hier Gilduin von Dol geboren wurde, so wurde das Schloss mein erstes nahes Ziel. Dann ging es zur Kirche nach Trédias bei Saint-Brieuc, die Eurelia geweiht ist, und zu dieser nach einem Brand im Jahr 2000 als Ruine dastehenden Kirche in Saint-Judoce bei Saint-Brieuc, die Jodokus geweiht war.

Im Zentrum der Bretagne

   J. Schäfer         

Montag, 30. Juni bis Sonntag, 6. Juli

Die erste Station an diesem Montag liegt in der Nähe des Campingplatzes, auch am See von Guérledan: die Kapelle Sainte-Tréphine im Wald bei Saint-Aignan, an deren Stelle - angeblich - Tremorius geboren wurde und seine Mutter Triphina von der Bretagne enthauptet. Da es noch recht früh am Morgen ist, findet der Fußmarsch durch den Wald bei erträglichen Temperaturen statt - es wird ein heißer Tag werden. Dann komme ich zu der Maria geweihten Kapelle in Perret - einem Ortsteil von Bon Repos sur Blavet - bei Saint-Brieuc, an deren Stelle Avran als Einsiedler lebte. Auch Jordan von Kergrist war Einsiedler, er lebte zeitweise in Kergrist bei Vannes, wo diese Kirche wie zuvor die Kapellen auch verschlossen ist.

Bis ans Ende der Erde

   J. Schäfer         

Freitag, 20. Juni bis Sonntag, 29. Juni

Während die Gegend rund um Nantes früher zur Brteagne gehörte und Nantes deren Hauptstadt war, wurde sie 1956/1957 als Pays de Loire zum von der Bretagne abgetrennten Département und Rennes die Hauptstadt der heutigen Bretagne, in die ich nun komme. Zuerst nach Théhillac bei Vannes zu dieser Kirche, wo Albinus von Angers vielleicht Abt war.

In der Vendée und im Anjou

   J. Schäfer         

Dienstag, 3. Juni bis Pfingstmontag, 9. Juni

Zum Abschied vom Campingplatz in Magné am Montagabend: ein Heißluftballom - Montgolfière, wie mein französischer Nachbar stolz und richtig sagt -, der auf dem Feld daneben zur Landung ansetzt.
Gelesen: Mit kühnen Worten hat sich der Präsident von Burkina Faso, Captain Ibrahim Traoré, in einer Videobotschaft an denen Papst Leo XIV. gewandt:
Ich führe eine Nation, die von der Welt so lange beiseite geschoben wurde, bis sie sich weigerte, länger zu schweigen. Man sagte uns, wir seien zu arm, um unabhängig zu sein, zu schwach, um souverän zu sein, zu instabil, um Widerstand zu leisten. Aber ich sage Ihnen dies im Namen meiner Vorfahren: Wir werden nicht länger um die Erlaubnis bitten, existieren zu dürfen.
Wir haben es satt, bei Mächten, die unsere Bodenschätze ausbeuten und gleichzeitig Moral predigen, um Anerkennung zu betteln. Und wir haben es satt, absolut satt, zuzusehen, wie die geistigen Führer der Welt ihre Ohren vor Afrikas Schreien verschließen, weil Hinzuhören eine unbequem Politik wäre.
… Wir brauchen keine weiteren Plattitüden. Wir brauchen keine weiteren Gedanken und Gebete, während westliche Firmen unter bewaffneter Bewachung Uran im Niger und Gold im Kongo fördern.
(die ganze Botschaft: https://gela-news.de/botschaft-von-ibrahim-traore-an-papst-leo-xiv)