Von der Seine in die Hauts-de-France
Sonntag, 19. April bis Samstag, 25. April
Zum Abschied vom Campingplatz in Sézanne fotografiere
ich gegenüber von diesem beispielhaft diesen Acker: riesige Felder - hier imerhin noch von einer Hecke begrnzt, sonst meist
in völlig ausgeräumter Landschaft - und derzeit oft mit Lupinen bepflanzt: gelb beherrscht das Land. Lupinen pruduzieren
sojaähnliches Viehfutter und fixieren Stickstoff im Boden, dienen also zur Gründüngung.
In Sézanne sehe ich dann noch das Geburtshaus von
Franziska Salesia Aviat.
In Nesle-la-Reposte im Département Marne komme ich zuerst zur
Kirche mit den
Reliquien von
Blancard, dann zum ehemaligen
Kloster, in dem sich
Serenus von Metz oft aufhielt und in dssen Nähe
Blancard als Einsiedler lebte, schließlich zum nach diesem benannten
Brunnen mit dieser seiner Statue. Die
Kirche in Bethon, einem Ortsteil von Chantemerle im
Département Marne, ist ihm geweiht.
Im ehemaligen Kloster an der Stelle der heutigen
Kirche in Chantemerle war
Serenus von Metz bestattet worden. In deren
Friedhof fallen diese alten Gräber mit vielen gusseisernen Kreuzen auf.
Auch das idyllisch in einer Talsenke an einem See gelegene ehemalige
Kloster Jouy / Joyacum nahe Chenoise-Cucharmoy bei
Sens ist heute ein Bauernhof, aber dieser Zufahrtsweg zeugt von einstiger Pracht.
Johannes von Joyacum war hier Abt,
Sighard von Bonlieu Mönch.
In Provins wurde
Leatus von Provins im Alter von 14 Jahren
ermordetet, weil er sich unzüchtigen Anträgen
widersetzte.
Provinus von Como wurde hier geboren. Ich
besuche die Aigulf von Lérins geweihte
Kirche Saint-Ayoul und sehe beim Gang durch die Stadt
diese in der Gegend oft zu findenden Fachwerkhäuser.
Dann geht es in die mittelalterliche Oberstadt, die UNESCO-Weltkulturerbe und - jedenfalls am heutigen Sonntag - für Autos
gesperrt ist. Ihr Flair und diese in großen Teilen erhaltene Stadtmauer lockt viele Ausflügler an …
… auch Dank der Pracht des Frühlings.
In der ehemaligen Burg - von ihr ist heute der Tour
César erhalten - wurden Theobald von Provins
und seine Schwester Humberga geboren; zudem gab es dort
die Theobald geweihte einstige Kirche Saint-Thibaut;
er ist auch Patron der Stadt.
Eine echte Sehenswürdfigkeit auch: diese Kirche Saint-Loup
im kleinen Dorf Saint-Loup-de-Naud bei Provins mit Reliquien
von Lupus von Sens.
An deren Portal: Statuen aus dem Jahr 1160, frisch restauriert. Links
Petrus …
… und in der Apsis dieser Christus.
Über Bray-sur-Seine bei Provins, wo es in der
Kirche Sainte-Croix
Reliquien von
Paternus von Sens und
Pavacius von Le Mans gibt, komme ich nach
Samois-sur-Seine bei Meaux; in diesem Haus> - damals
die Schule, heute das Rathaus - gab es eine
Marienerscheinung.
In Melun bei Paris komme ich zu dieser
>Kirche Notre Dame, an der
Aspasius von Melun - angeblich - Bischof war,
eingesetzt von Leo von Sens. Auch ein
Leo von Melun wird verehrt. Aspasius geweiht ist in
der Stadt auch die Kirche Saint-Apais.
Den Tagesabschluss bildet dieses einsam inmitten von Feldern gelegene ehemalige
Schloss in Crisenoy bei Meaux - heute ein Landgut und
Veranstaltungsort. Cagnoald von Laon,
Fara und
Faro von Meaux stammten von hier.
Recht kalt aber ruhig war die Nacht auf der Raststätte
Galande.
Der Montag beginnt an der Kirche in Bombon bei Melun,
wo René Rouzé, der Gefährte von
Gerhard-Martin Cendrier,
geboren wurde. Das Dorf wurde zwei Mal historisch bedeutsam: 1909 verbrachte Lenin den Sommer mit seiner Mutter und Schwester hier;
General Foch, Marschall von Frankreich und Oberbefehlshaber der Alliierten an der Westfront, verlegte seinen Kommandoposten
1918 nach Bombon in dieses Schloss - heute
unzugänglicher Privatbesitz. Bombon wurde damit die Wiege des Sieges über Deutschland.
Auch die Kirche in Saint-Méry bei Paris, an der
Petrus Jakob Maria Vitalis
Pfarrer war, ist verschlossen. Offen ist aber die große
Kirche in Champeaux bei Melun;
Fara hatte hier ein Kloster gegründet,
Wilhelm von Champeaux ist hier geboren.
Nach dem Gutshof Mainpincien, einem Ortsteil von
Andrezel bei Paris, in dem der spätere Papst Martin IV.
geboren wurde, komme ich zur
Kirche in Saint-Pathus bei Meaux, die
Patusius von Meaux geweiht ist, der hier starb.
Daneben sehe ich dieses alte Schulgebäude - heute ein Vereinsheim.
In diesem weitläufigen ehemaligen Kloster Chaalis in
Fontaine-Chaalis bei Senlis waren Almarich II. von
Senlis, Andreas von Chaalis und
Wilhelm von Donjeon Äbte.
Mitten im Wald: diese Reste eines gallo-römischen Tempels,
erwähnt bei Regulus von Senlis. In
Crépy-en-Valois an der Oise sehe ich die Reste der ehemaligen
Klosterkirche, wo
Gerhard I. von Fontenelle Prior war, und
das Schloss - heute ein Museum -, in dem
Simon von Crépy geboren wurde.
Zum ehemaligen Kloster Parc-aux-Dames nahe
Auger-Saint-Vincent bei Senlis, in dem Katharina Nonne
war, führt ein Feldweg. Als ich den befahre, kommt mir ein - sichtlich gut gekleidetes - Ehepaar mit einigen Hunden entgegen,
hält mich an und erklärt sehr unfreundlich, dass ich ihr Anwesen nicht besuchen und auch nicht fotografieren könne. Geld stinkt
doch! Die Pfarrkirche Saint-Pierre in Rethondes bei
Compiègne an der Stelle des einstigen Klosters Saint-Pierre-et-Saint-Paul, das
Drausinus von Soissons gegründet hatte,
ist aber geöffnet und ich sehe darin - wie in fast allen Kirchen - diese Statue der
Johanna von Orléans.
Nahe Berneuil-sur-Aisne bei Compiègne stand das
Kloster Notre-Dame de la Joie mit der
Kopfreliquie der
Klara von Köln. Das riesige Anwesen hinter diesem
Tor ist heute ebenfalls unbetretbar, es beherbergt ein Luxushotel mit eigenem Jagrevier. Für 800 € kann man einen Tag jagen,
hinzu kommen die Abschussgebühren: für ein Wildschwein 400 €, für einen 12-ender-Hirsch 2200 €; Schnäppchen ist ein Rehe für nur
300 €. Hatte ich schon erwähnt, dass Geld …
In der Kirche Saint-Hilaire in Trosly-Breuil bei
Compiègne wurde Präcordius der Schotte bestattet. Und
in Épagny bei Soissons mit dieser Pfarrkirche wurde
Ansaricus von Soissons geboren, er ist Patron
des Ortes.
Meine Nacht verbringe auf der Raststätte Ressons; die
ist sehr groß, dennoch gibt es Autobahnlärm, das Dröhnen eines nahen Kühllasters und zudem viele Züge auf der parallelen
Schnellfahrstrecke - und wie schon gewohnt die Kälte durch den klaren Himmel. Aber dessen Sterne sind schön.
Der Dienstag beginnt wieder in einer großen Anlage eines ehemaligen Klosters, des Klosters Ourscamp bei Noyon mit der Ruine dieser
Kirche. Morgens ist bei Sonnenschein das Fotografieren
von Kirchen immer schwierig, da diese ja geostet sind; hier stört zudem das Gerüst.
Erveus gründete zusammen mit
Waleranus das Kloster und war Abt,
Odo und Violantia waren angeblich Abt und Äbtissin,
Stephan d'Huberte Mönch.
Dann geht es nach Noyon; hier wurde Hermeland von
Indre geboren, Radegund von Thüringen
war hier Nonne in einem Kloster. Mein erstes Ziel ist diese große
Kathedrale.
Acharius von Noyon,
Eligius von Noyon,
Eunucius von Noyon,
Medardus von Noyon und
Mummolenus von Noyon waren hier Bischöfe,
Optatus von Noyon angeblich Bischof,
Mummolus von Lagny wurde hier zum Priester
geweiht.
Unweit steht das beim Bombardement von 1918 zerstörte, dann 1927 bis 1930 originalgetreu wieder aufgebaute
Geburtshaus von
Johannes Calvin und gegenüber dieses - für eine
Stadt mit knapp 13.000 Einwohnern wahrhaft großzügige - Stadttheater. Frankreich ist eben eine Kulturnation!
Ich marschiere in Noyon dann noch zu dieser Stelle des einstigen
Klosters Sainte-Godeberthe, das
Godeberta gegründet hatte und in dem
Eligius von Noyon und
Eunucius von Noyon zeitweise bestattet waren, bis ihre
Gebeine ins - heute ebenfalls abgegangene
Kloster Saint-Éloi kamen.
Es geht weiter nach Norden durch die Hauts-de-France, zuerst nach Mézières-sur-Oise bei Saint-Quentin mit dieser
Kirche - sichtlich relativ neu. Hier war im
1. Weltkrieg großes Schlachtgetümmel, die Schlachten an der Somme
- und wie jetzt in fast allen Orten wurden dabei
offenbar gerade die Kirchen zerstört. Die Zerstörung von Kultur und Religion des Gegners soll dessen Identität brechen und
ihn demütigen - das hat nicht der Islamische Staat
erfunden.
Humbert von Maroilles wurde hier geboren.
In Clastres bei Saint-Quentin mit ebensolcher
Kirche wurde
Ricwera von Clastres geboren. Der nächste Ort
ist größer - Ham bei Saint-Quentin, der Geburtsort von
Gislebert von Meaux -, die
Kirche hatte den Krieg wohl überstanden, ist aber
derzeit Baustelle.
Wieder sichtlich neueren Datums: diese Kirche im
kleinen Ort Beaulieu-les-Fontaines bei Noyon, die Reliquien
von Euphrosyne von Alexandria birgt.
Zudem gibt es hier das Verlies, in dem
Johanna von Orléans gefangen war.
Obwohl es an der Fernstraße mit Wegweiser angezeigt wird, kann mir im Ort keiner sagen, wo es ist; schließlich finde ich es selbst -
es ist aber unzugänglich.
Auch in Rollot bei Amiens: neuere Kirche im Geburtsort
von Petrus-Ludwig Joret, einem Gefährten von
Andreas Abel Alricy. Davor: dieser
nette Nikolaus von Myra.
Im Dorf Cuvilly bei Compiègne steht das Geburtshaus von
Maria Rosa Julia Billiart; zuerst meine ich,
es sei dieses auffällig geschmückte Haus, aber es steht zwei Häuser weiter. So wie dieses Haus sind hier im Ort viele Häuser mit
US-amerikanischen und französischen Fahnen versehen - Erinnerung an die heftigen Kämpfe, bei denen das Dorf am 9. Juni 1918
völlig zerstört und schließlich von den Amerikanern befreit wurde.
Mein Ziel zum Arbeiten ist nun der Campingplatz in
Attichy - ruhig gelegen an einem kleinen See - aber Baden schon seit langem verboten, offenbar überdüngt durch die ungezügelte
Landwirtschaft. Der Campingplatz ist preiswert, ganz in Ordnung und das Wetter angenehm bei anhaltendem Sonnenschein, allerdings
weiterhin kalten Nächten.
geschrieben vom 22. bis 24. April 2026
In dieser unscheinbaren - wie meist - geschlossenen
Da ich erst spät zuhause losgekommen bin und dann in einige Staus, kam ich am Samstag nur bis zur
Nur drei Tage brauchte ich zur Arbeit auf dem
Nun geht es also doch Richtung Küste, zuerst nach Middelburg an die - unglaublich: geöffenete ! -
Nach den angenehmen Tagen auf dem
Wegen der Einschulungsfeier meines Enkels geht es erst spät im September wieder los, zuerst nach Köln, um dort die Familie
meines Sohnes zu besuchen. Nach der Nacht auf der
Nach einem größeren Sprung nach Osten komme ich noch nach Tours und sehe zuerst dieses erhaltene Stück der alten römischen
Stadtmauer an der - profanisierten -
Im
In dieser
Vom
Vom
Die erste Station an diesem Montag liegt in der Nähe des
Während die Gegend rund um
Nach den
Zum Abschied vom
Am Sonntag geht es zunächst wieder ein Stück nach Süden, zuerst zu dieser