Über Compiègne ins Herz von Paris
Sonntag, 26. April, bis Samstag, 2. Mai
Am Sonntag fahre ich nach Compiègne, zuerst zu diesem Rest der ehemaligen Burg, dem
Turm Jeanne d'Arc
, nach ihr benannt, weil
Johanna von Orléans in dieser Stadt
gefangen genommen wurde. Bischof Kunibert von Köln
hatte in der Burg einst beim Beschluss zur Reichsteilung von
Austrasien und
Neustrien mitgewirkt und Bischof
Brun von Köln als Friedensstifter.
Jakob I. von Toul hatte dort an einer Synode
teilgenommen. Dann gehe ich zur großen Bibliothek
Saint-Corneille, der einstigen Kirche des damaligen Klosters Saint-Corneille mit
Reliquien von
Cornelius.
Auch repräsentativ: dieses Rathaus von Compiègne.
Sowohl Fulko von Reims als auch
Vigilius von Auxerre starben hier eines
gewaltsamen Todes, Wilfrith von York
wurde hier zum Priester geweiht, Wilhelm von
Æbelholt ist möglicherweise hier geboren.
Eindrücklich auch diese wirklich höchst saubere und ordentliche
Kirche Saint-Jacques mit
Reliquien von
Clemens I. und
Cyprian von Karthago.
Ich sehe noch dieses riesige Schloss und etwas entfernt
die Stelle des ehemaligen Klosters der
Unbeschuhte Karmelitinnen, dessen Nonnen in der Französischen Revolution
ermodert wurden - die Märtyrerinnen von
Compiègne; an seiner Stelle steht heute die Kapelle Sainte-Thérèse der 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten
schismatischen Priesterbruderschaft St. Pius X.
Dann geht es nach Paris, am heutigen Sonntag nutze ich die - vermeintlich - verkehrsärmere Zeit für Außenbezirke im Nordosten. Der
Verkehr war aber nicht so harmlos wie erwartet, den schönen Sonntag nutzten die Pariser für Ausflüge, Staus und Geduld waren an
diesem Nachmittag durchgehend angesagt und die Parkplatzsuche echt schwierig. Legale Parkplätz kosten in der Stadt werktags
schlappe 225 € - in Worten: zweihundertfünfungzwanzig - am Tag. Illegales Parken ist nicht zu empfehlen, es wird blockiert oder
abgeschleppt; aber schließlich wurde ich fündig. Ich komme dann zuerst zur
Place de la Nation, wo die
Märtyrerinnen von Compiègne auf dem
Schafott starben. Hinter diesem - verschlossenen - Tor steht die Kirche
Notre-Dame de la Paix de Picpus und daneben das
Mutterhaus der von Marie-Joseph Coudrin gegründeten
Kongregation von den Heiligsten Herzen Jesu und
Mariä und mit Reliquien von
Priscus.
Auch in Paris gründete Theodor Fliedner eine,
nämlich diese Diakonissenanstalt - heute ein großes
Krankenhaus, am Sonntag leider unzugänglich.
Dann fahre ich weiter nach Norden, mit großen Umleitungen wegen sonntäglichen Events, und entlang dieses
Kanals Saint-Martin, an dem sich
tausende Leute tummeln. Von Napoleon initiiert, wurde er 1825 eröffnet und diente dem Schiffsverkehr sowie der Trinkwasser-
und Straßenreinigungswasser-Versorgung. Später wurden Teile überdeckelt, in den 1970-er Jahren sollte er breiteren Straßen
weichen, was glücklicherweise dann doch nicht geschah.
Mein erstes Ziel dort ist die Kirche Saint-Laurent mit diesem prächtigen
Portal, an deren einstigem Kloster Domnolus von
Le Mans Abt war. Unweit ist die Stelle des ersten
Mutterhauses der von
Vinzenz von Paul gegründeten
Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen) - in
Frankreich Lazaristinnen
genannt, weil nahebei auch die damalige
Kirche Saint-Lazare stand. Heute ist dort der Park
Saint-Lazare, in dem auch viele Menschen den sonnigen Sonntag genießen; an der Stelle des einstigen Maison Saint-Lazare, in
dem Jean-François-Regis Clet Direktor war, steht
die Kapelle des früheren Gefängnis-Krankenhauses, der
heutigen Mediathek Françoise Sagan.
Auf dem Weg zu meinem Übernachtungsplatz führt mein Navi mich durch den dichten Stadtverkehr und vorbei am
Arc de Triomphe - muss man ja auch gesehen haben.
Mein Schlafplatz ist die Raststätte Morainvillers im
Westen von Paris - recht angenehm und relativ ruhig.
Von der Raststätte Morainvillers ist es nicht weit zum
Bahnhof in Poissy, von dem aus RER-Züge - die Pariser
S-Bahn - mit halbstündiger Dauer direkt ins Zentrum fahren und wo es ganz nahe einen kostengünstigen Parkplatz gibt - 6,50 € am
Tag anstatt wie in der Stadt 225.- €. So komme ich am Montag entspannt auf die Île de la Cité, die Keimzelle von Lutetia /Paris,
und dort ans erste Ziel, das riesige Palais de la Cité,
über Jahrhunderte die Residenz der Könige, dann Parlament - heute bescheiden Concièrgriee
, Dienstmädchenbau
genannt.
Adela von Frankreich und
Blanca (Blanche) heirateten den König,
Aldowin von Rouen war Berater des Königs und
Johannes Humilis von Montmirail sein Freund,
Arnald Amaury von Narbonne war Gesandter
des Papstes, Papst Eugen III.,
Florentinus von Amboise, und
Leonorius von Pontual besuchten den König,
Severinus von Agaunum heilte den König,
Berthold von Regensburg predigte hier,
Fulrad von Saint-Denis war Leiter der Hofkapelle,
Burkhard I. von Vendôme war Graf und
Hubertus von Lüttich Pfalzgraf, von
Martin von Tours wurde hier dessen Mantel aufbewahrt,
Anne Dubourg war Parlamentsmitglied.
Und dann stehe ich zweieinhalb Stunden Schlange, um Zutritt zur
Sainte-Chapelle zu erhalten, die König
Ludwig IX. erbauen ließ für die
Reliquie der höchst wertvollen Dornenkrone
Jesu und für Splitter seines Kreuzes, erwähnt im
Artikel Tag der Kreuzfindung. Die Wartezeit
ist so groß, weil jeder Einzelne beim Einlass durch die Sicherheitsschleuse muss - wie auf dem Flughafen. Die Terror-Angst ist
in Frankreich lebendig. Diese Unterkirche der Sainte-Chapelle ist dann eher düster und mit den vielen Verkaufsständen einem
Jahrmarkt ähnlich, die Oberkirche dagegen hell, aber weithin schmucklos. Weil sie als Höhepunkt gotischer Baukunst gilt, ist die
einstige Hofkapelle dennoch in jedem Reiseführer als Highlight verzeichnet.
Um die Ecke steht das Hôtel-Dieu mit diesem Eingang -
noch immer ein Krankenhaus -, gegründet um 650 von Bischof
Landericus von Paris. Davor, auf dem großen
Platz vor der heutigen Kathedrale Notre-Dame, stand die
vorherige Kathedrale Saint-Étienne, die Bischofskirche
bis 1163; die dort Wirkenden, die Synodenteilnehmer und die an der Schule Lehrenden und Lernenden erspare ich mir hier.
1163 wurde dann diese neue Kathedrale Notre-Dame bezogen,
auch hier spare ich mir die Aufzählung der dorthin Gehörenden. Auffällig: kein Bischof seit ihrem Bau gehört zu den Heiligen /
Seligen. Nicht überraschend: auch hier ist der Besucheransturm gigantisch.
Dann geht es südlich der Seine ins Quartier Latin, den Bildungsstadtteil. Zuerst sehe ich das ehemalige
Collège des Bernardins - heute ein Kulturzentrum -, an
dem Ägidius de Roye,
Dionysius l'Argentier und
Wilhelm le Court studierten. In dieser
Kirche Saint-Étienne-du-Mont wurde
Alanus von Solminihac zum Bischof geweiht und
Blaise Pascal bestattet. Hier wird
Genoveva verehrt mit einem neuen Sarkophag; die zuvor
gegenüber gestandene, ihr geweihte Kirche Kirche
Sainte-Geneviève musste nach der Französischen Revolution dem
Panthéon weichen, die
Reliquien wurden verbrannt und weggeworfen.
In der Kirche Saint-Étienne-du-Mont sind alte Glasfenster
erhalten, darunter dieses von um 1618 über die Wandlung bei der Eucharistie.
In diesem ehemaligen Collège Sainte-Barbe - heute eine
heute Bibliothek - wohnten Franz Xaver,
Ignatius von Loyola und
Petrus Faber, als sie in Paris studierten. Gleich um
die Ecke studierte Johannes Calvin - sozusagen deren
heftigster Gegenspieler - im damaligen Collège de
Montaigu, heute auch Bibliothek.
Die Ostseite des Panthéons, Standort der früheren
Kirche Kirche Sainte-Geneviève. In ihr gab es
Reliquien von
Aude (Alda),
Baudelius von Nîmes und vielleicht von
Genulf von Cahors;
Ceraunus von Paris und
Clothilde waren hier bestattet,
Genoveva hatte ihr Grab, Claudius Ponse, ein Gefährte von
Johannes Karl Maria Bernard du
Cornillet und Wilhelm von Æbelholt waren
Regularkanoniker im angeschlossenen Kloster.
Das Panthéon steht dort, wo das Zentrum des antiken
Lutetia Parisiorum war. Dort wirkte Dionysius von
Paris als erster Bischof der Stadt und Massus von
Paris als der dritte, zugange waren auch Dionysius' Gefährte
Asperianus und
Genoveva. In der Nähe war auch das erste Kloster der
Franziskaner, in dem
Agnellus von Pisa lebte.
Am berühmten Collège de France studierte
Sigismund Szczesny Felinski und am
riesigen damaligen Collège de Clermont der
Jesuiten - heute das Gymnasium Louis-le-Grand - wurden
Franz von Montmorency-Laval,
Franz von Sales,
Honoratus Bochart von Champigny und
Robert Southwell ausgebildet. Die verschlossene Tür
erlaubt diesen Einblick in den Innenhof.
Abgegangen ist das einstige Dominikanerkloster
Saint-Jacques. Alanus de la Roche und
Andreas Abellon lehrten dort,
Augustin Kažotić und
Heinrich van den Calstre studierten,
Bertrand von Garriga,
Mannes de Guzmán und
Reginald von Orléans gründeten ab 1217 das
Kloster, unterstützt von Johannes von Barastre.
Hilger von Hornstein,
Hugo von Saint-Cher und
Jordan von Sachsen traten hier in den Orden ein,
Hyazinthus von Polen und
Johannes „Teutonicus” nahm teil an einem
Generalkapitel, Jordan von Pisa war hier Prior.
Die fast 100 Heiligen /Seligen, die an der Universität
Sorbonne - oder ihrer Vorgängerin bis 1257, der Universitas magistrorum et scholarium
- lehrten oder ausgebildet wurden,
erspare ich mir hier wieder. Das Bild zeigt die Kirche dieser insgesamt riesigen Universität.
Als ich die Kirche des ehemaligen Konvents der
Franziskaner-Minoriten - der heute ein medizinisches Institut der Universität
Sorbonne ist - fotografieren will und dazu mich fünf Meter in das Gelände begebe, ermahnt der Wachmann unmissverständlich:
Betreten sei verboten - die Angst der Franzosen.
Alexander von Hales,
Germanus von Aubert
Julian von Speyer,
Nikolaus von Lyra und
Venantius lebten und starben hier,
(Johannes) Bonaventura trat dort in den Orden
ein, Elzearius von Sabran wurde in der Kirche
bestattet, Engelhard und
Pacificus von der Mark wirkten als Provinzial.
Nach einem anstrengenden Tag geht es dann zuzrück mit dem Zug zum
Bahnhof in Poissy und wieder zur bewährten
Raststätte Morainvillers.
Am Dienstag fahre ich wieder zum Bahnhof in Poissy
und komme in der Stadt in den Stadtteil Marais nördlich der Seine; hier ist eine große ZTL
, Autos sind nur für Anlieger
erlaubt. Ich sehe zuerst die geschichtsträchtigen Place de la Bastille mit dieser über 50 Meter hohen, 1840 errichteten
Colonne de Juillet
, die aber nicht an den Sturm
auf das damalige Gefängnis und den Beginn der Revolution von 1789 erinnert, sondern an den Aufstand gegen König Charles X. vom Juli
1830. Die Figur ist Le Génie de la Liberté
, der Geist der Freiheit
.
Zunächst komme ich in diese Kirche Saint-Paul-Saint-Louis,
ab 1580 eine Kirche der Jesuiten, seit der Revolution Pfarrkirche.
Sie hat Reliquien von
Quintilian. Am angegliederten damaligen Seminar studierte
Scipio Hieronymus Brigéat de Lambert.
Dann geht's zum Geburtshaus - einem großen Palast, heute
auch eine Bibliothek - von Luise von Lamoignon.
Nach der ehemaligen Kirche Saint-Jean-Saint-François -
heute die Kathedrale Sainte-Croix der Armenischen Kirche -, in deren Kloster
Apollinaris Morel lebte, sehe ich diese
Kirche Notre-Dame des Blancs-Manteaux, die ehemalige
Kirche der Serviten, nach der Revolution zur Pfarrkirche geworden.
Zufällig komme ich an dieser Kirche des Billets, der
lutherischen - und natürlich geschlossenen - Kirche, vorbei.
Das Rathaus von Paris ist schon an seiner Rückseite ein
wirklich eindrücklicher Bau. Auf der Place de l'Hôtel de
Ville wurden in der Reformationszeit die Protestanten
Anne Dubourg und
Louis de Berquin exekutiert.
Dann gehe ich noch einmal über die Île de la Cité ins
Quartier Latin, denn zwei Kirchen hatte ich erst in den Reiseführern - brauchbar: Dorling Kindertsley: Vis-à-Vis Paris, aktualisierte
Auflage. dk-verlag, München 2024 und sehr touristisch: Ralf Nestmeyer: Paris, 14.Aufl. Michael Müller Verlag Erlangen 2025 -
entdeckt: zunächst diese Kirche Saint-Severin, an deren
einstigem Kloster Severinus lebte.
Sehr alte Wurzeln hat diese Kirche Saint-Julien-le-Pauvre
- heute Kirche der griechisch-katholischen Gemeinde. Sie ist
Julianus von Brioude oder
Julianus „Hospitator” geweiht.
Zurück im Stadtteil Marais: Und es gibt sie doch: Clochards in Paris, die ihre Zelte hier am Park beim
Tour Saint-Jacques - dem erhaltenen Glockenturm einer
einstigen Kirche - aufgeschlagen haben. Mitten im Zentrum der Stadt mit den vielen Touristen können sie wohl einigermaßen überleben.
An diesem Turm hat Blaise Pascal seine Experimente
zur Erforschung des Luftdrucks vorgenommen.
Den Abschluss für heute bildet dieser Brunnen auf dem
Platz, der früher der Friedhof der Unschuldigen
war - benannt nach der damals dort stehenden, den
Unschuldigen Kindern geweihten Kirche. In ihr
wurde
Mein Weg führt nun zurück zur bekannten Raststätte Morainvillers. Am Mittwoch ging es dann zum Arbeiten auf den Campingplatz in Triel-sur-Seine - direkt am Fluss, aber auch an der Bahnlinie gelegen; der verhaltene Zuglärm stört mich nicht, eher aber der Fluglärm. Diesen Platz habe ich erst nach längerem Recherchieren gefunden - wohl der einzig ordentlich bewertete und mit knapp 26 € pro Nacht noch bezahlbare in der Gegend, dazu noch nahe beim Bahnhof in Poissy, meinem Ausgangspunkt für die Bahnfahrten in die Stadt.
geschrieben vom 29. April bis 2. Mai 2026
Von der Seine in die Hauts-de-France
Sonntag, 19. April bis Samstag, 25. April
Zum Abschied vom Campingplatz in Sézanne fotografiere
ich gegenüber von diesem beispielhaft diesen Acker: riesige Felder - hier imerhin noch von einer Hecke begrnzt, sonst meist
in völlig ausgeräumter Landschaft - und derzeit oft mit Lupinen bepflanzt: gelb beherrscht das Land. Lupinen pruduzieren
sojaähnliches Viehfutter und fixieren Stickstoff im Boden, dienen also zur Gründüngung.
In Sézanne sehe ich dann noch das Geburtshaus von
Franziska Salesia Aviat.
Von der Champagne in die Île-de-France
Mittwoch, 8. April bis Samstag, 18. April
In dieser unscheinbaren - wie meist - geschlossenen Kirche
in Verzenay bei Reims steht der Grabstein von Basolus,
dieser lebte im nahen Verzy als Einsiedler an der Stelle einer heutigen
Kapelle.
In die Champagne
Samstag, 28. März bis Dienstag, 7. April
Da ich erst spät zuhause losgekommen bin und dann in einige Staus, kam ich am Samstag nur bis zur
Raststätte Keskastel bei Metz. Enttäuschend auch: die
Hoffnung, dass in Frankreich die Dieselpreise deutlich niederiger seien, hat sich nicht erfüllt. Mein erstes Ziel dann am Sonntag:
Diese Kirche in Biding bei Forbach, wo es eine
Marienerscheinung gab.
Von Friesland nach Utrecht
Dienstag, 14. Oktober, bis Freitag, 17. Oktober
Nur drei Tage brauchte ich zur Arbeit auf dem
Campingplatz in Easterlittens. Das erste Ziel am
Dienstag war nun die Kirche in Witmarsum bei
Leeuwarden, an der Menno Simons Priester war.
Auf dem Gut Liauckama in Sexbierum, einem Ortsteil
von Waadhoeke, wurde Elko von Lidlom geboren
und im nahen damaligen Kloster Lidlom - heute ein
Bauernhof in Klooster-Lidlum - war er Abt.
Holland
Dienstag, 7. Oktober bis Montag, 13. Oktober
Nun geht es also doch Richtung Küste, zuerst nach Middelburg an die - unglaublich: geöffenete ! -
Nieuwe Kerk
, der Kirche der
ehemaligen Prämonstratenserabtei, in die damals
Adrian Jansen,
Jakob Lacoupe eintraten.
Gelderland und Nord-Brabant
Montag, 29. September bis Montag, 6. Oktober
Nach den angenehmen Tagen auf dem Camping Waldvelen
beginne ich den Montag in Burlo, einem Stadtteil von Borkum, an der
Kirche Mar Odisho & Mar Qardagh, dem ersten
Gotteshaus der Assyrische Kirche des Ostens
in Deutschland. Ebenfalls in Burlo steht dieses Kloster
Mariengarden, das seit 1920 von den von Eugen
von Mazenod gegründeten Oblaten der Unbefleckten Jungfrau
Maria
bewohnt wird.
Limburg und Münsterland
Freitag, 19. September bis Sonntag, 28. September
Wegen der Einschulungsfeier meines Enkels geht es erst spät im September wieder los, zuerst nach Köln, um dort die Familie
meines Sohnes zu besuchen. Nach der Nacht auf der
Raststätte Frechen komme ich nach Aachen, zuerst
zur Kirche St. Josef - heute ein würdevoll gestaltetes
Kolumbarium -, in der es Reliquien von
Heinrich van der Blomm gab und dann zu
dieser ehemaligen Franziskanerkirche St. Nikolaus -
heute ein Ort der City-Seelsorge, in der sich die evangelische und die katholischer Kirche gemeinsam engagieren.
Heinrich van der Blomm starb hier,
Lambert Conradi wurde in Aachen geboren. Viele
andere Stellen in Aachen hatte ich schon 2021 besucht.
Tours
Sonntag, 27. Juli bis Montag, 28. Juni
Nach einem größeren Sprung nach Osten komme ich noch nach Tours und sehe zuerst dieses erhaltene Stück der alten römischen
Stadtmauer an der - profanisierten - Kapelle
Saint-Libert. In Tours wurde Adventius verehrt,
Corentin von Quimper angeblich zum Bischof
geweiht, Florentius von Orange,
Ingeborg und
Leobatius von Sennevières geboren,
Simon war
Franziskaner in der Gegend,
Spanus und Gefährten starben angeblich hier.
Im Schloss wurden
Irmgard und
Sigirannus geboren.
In dieser Kathedrale waren
Bartholomäus von Tours,
Baudinus von Tours,
Brictius von Tours,
Eligius von Noyon,
Eustochius von Tours,
Gregor von Tours,
Lidorius von Tours,
Martin von Tours,
Perpetuus von Tours und
Volusanius von Tours Bischöfe,
Armand Jean Le Bouthillier de Rancé Archidiakon,
Franziskus Pallu,
Philipp Berruyer,
Wilhelm Pinchon (von St-Brieuc) waren
Kanoniker,
Paulus von Tricastinum vielleicht Schüler,
Alanus von Lille studierte hier,
Maurilius von Angers war hier,
Caletricus von Chartres,
Conoganus von Quimper,
Domnolus von Le Mans,
Felix von Nantes,
Franziskus von Stagno,
Germanus von Paris,
Gregor VII.,
Hieronymus von Nevers,
Lanfranc von Canterbury,
Praetextatus von Rouen und
Victorius von Le Mans nahmen an Synoden
teil.
Im Nordwesten der Bretagne
Mittwoch, 16. Juli bis Samstag, 26. Juli
Vom Cmapingplatz in Gouarec musste ich zuerst
nochmals nach Rostrenen, denn ich brauchte eine
neue SIM-Karte - die hatte die Postagentur in Gouarec zwar, aber ihr Computer funktionierte nicht, die Registrierung war
ncht möglich. Aber: in der Ferienzeit hat die Post in Rostrenen mittwochs zu.
Also auf nach Plévin bei Saint-Brieuc, wo Julianus
Maunoir starb, zu dieser Pfarrkirche, in der
sein Grab ist.
Im Nordosten der Bretagne
Montag, 7. Juli bis Dienstag, 15. Juli
Vom Campingplatz aus sah ich das
Schloss in Combourg bei Rennes und habe dann
entdeckt, dass hier Gilduin von Dol geboren wurde, so
wurde das Schloss mein erstes nahes Ziel. Dann ging es zur
Kirche nach Trédias bei Saint-Brieuc, die
Eurelia geweiht ist, und zu dieser nach einem Brand
im Jahr 2000 als Ruine dastehenden Kirche in
Saint-Judoce bei Saint-Brieuc, die Jodokus geweiht
war.
Im Zentrum der Bretagne
Montag, 30. Juni bis Sonntag, 6. Juli
Die erste Station an diesem Montag liegt in der Nähe des
Campingplatzes, auch am See von Guérledan: die
Kapelle Sainte-Tréphine im Wald bei Saint-Aignan,
an deren Stelle - angeblich - Tremorius geboren wurde
und seine Mutter Triphina von der
Bretagne enthauptet. Da es noch recht früh am Morgen ist, findet der Fußmarsch durch den Wald bei erträglichen
Temperaturen statt - es wird ein heißer Tag werden. Dann komme ich zu der
Maria geweihten
Kapelle in Perret - einem Ortsteil von Bon Repos
sur Blavet - bei Saint-Brieuc, an deren Stelle Avran als
Einsiedler lebte. Auch Jordan von Kergrist
war Einsiedler, er lebte zeitweise in Kergrist bei Vannes, wo diese Kirche wie zuvor die Kapellen auch verschlossen ist.
Bis ans Ende der Erde
Freitag, 20. Juni bis Sonntag, 29. Juni
Während die Gegend rund um Nantes früher zur
Brteagne gehörte und Nantes deren Hauptstadt war, wurde sie 1956/1957 als Pays de Loire
zum von der Bretagne
abgetrennten Département und Rennes die Hauptstadt
der heutigen Bretagne, in die ich nun komme. Zuerst nach Théhillac
bei Vannes zu dieser Kirche, wo
Albinus von Angers vielleicht Abt war.
Rund um Nantes
Dienstag, 10. Juni bis Freitag, 20. Juni
Nach den Pfingstfeiertagen geht es am Dienstag weiter,
zuerst zur Pfarrkirche in Briollay bei Angers,
wo der bei Wilhelm Répin und Gefährten
genannte Vikar André Fardeau sowie sein Pfarrer
Johannes Michael Langevin wirkten,
dann zu dieser Pfarrkirche nach Soucelles bei
Angers, wo André Fardeau, ein weiterer Gefährte von Wilhelm Répin, geboren wurde.
In der Vendée und im Anjou
Dienstag, 3. Juni bis Pfingstmontag, 9. Juni
Zum Abschied vom Campingplatz in Magné am
Montagabend: ein Heißluftballom - Montgolfière
, wie mein französischer Nachbar stolz und richtig sagt -, der auf
dem Feld daneben zur Landung ansetzt.
Gelesen: Mit kühnen Worten hat sich der Präsident von Burkina Faso, Captain Ibrahim Traoré, in einer Videobotschaft an
denen Papst Leo XIV. gewandt:
Ich führe eine Nation, die von der Welt so lange beiseite geschoben wurde, bis sie sich weigerte, länger zu
schweigen. Man sagte uns, wir seien zu arm, um unabhängig zu sein, zu schwach, um souverän zu sein, zu instabil, um
Widerstand zu leisten. Aber ich sage Ihnen dies im Namen meiner Vorfahren: Wir werden nicht länger um die Erlaubnis
bitten, existieren zu dürfen.
(die ganze Botschaft:
https://gela-news.de/botschaft-von-ibrahim-traore-an-papst-leo-xiv)
Wir haben es satt, bei Mächten, die unsere Bodenschätze ausbeuten und gleichzeitig Moral predigen, um Anerkennung zu
betteln. Und wir haben es satt, absolut satt, zuzusehen, wie die geistigen Führer der Welt ihre Ohren vor Afrikas Schreien
verschließen, weil Hinzuhören eine unbequem Politik wäre.
… Wir brauchen keine weiteren Plattitüden. Wir brauchen keine weiteren Gedanken und Gebete, während westliche
Firmen unter bewaffneter Bewachung Uran im Niger und Gold im Kongo fördern.