Im Norden und Süden von Paris
Sonntag, 3. Mai, bis Mittwoch, 6. Mai
Den Sonntag nutze ich wieder, um Ziele mit der Kiste zu erreichen, zuerst diese 1933 bis 1937 gebaute
Kirche Saint-Jean-Bosco mit ihrem zahnstocherartigen
Turm. Heinrich Planchat hatte hier zuvor
eine Turnhalle und Werkstätten für die Ausbildung von fast 500 Jungen und Lehrlingen gegründet. Das Frühsommer-Wetter der vergangenen
Tage ist leider vorbei, nun herrscht trotz Mai Arilwetter mit Regenschauern.
Versteckt hinter Wohnblöcken in einem kleinen Park liegt die
Hügelkirche
, die
Friedrich von Bodelschwingh senior
bauen ließ, als er Mitte des 19. Jahrhunderts die armen deutschen Fremdarbeiter, darunter viele Lumpensammlern, in den Vororten
von Paris betreute. Heute ist sie die Sergius von
Radonezh geweiht und Russisch-Orthodoxe Kirche.
Nach dieser Kirche Saint-Bernard-de-la-Chapelle, an der
Jean Mestre, ein Gefährte von Gerhard-Martin Cendrier, aktiv
war, und dem ehemaligen Konservatorium für Musik – seit
1946 das Conservatoire national supérieur d’art dramatique - an dem
Also geht es gleich zu dieser Kirche Saint-Augustin,
in der Charles de Foucauld seinen Glauben fand
und wo eine Ausstellung an ihn erinnert.
Auch beachtlich: die Russisch-Orthodoxe
Alexander-Nevsky-Kathedrale, in der
Mutter Maria Skobtsova heiliggesprochen wurde;
leider ist sie geschlossen. Unzugänglich war auch die
Kirche und der ganze Konvent de l'Annonciation der
Dominikaner; er ist versteckt hinter einem Wohnblock und nur
durch eine Buchhandlung zu erreichen, die sonntags zu ist; dort gibt es eine
Reliquie von
Thomas von Aquin.
In der Kirche St-Sacrement wird der - unverweste -
Leichnam von Petrus Julianus Eymard bewahrt.
Die sehe ich nicht, denn die kleine Kirche ist geschlossen, aber dann sehe ich beim Weiterfahren diesen.
Im damals noch selbständigen Auteuil - heute ein
Stadtteil im 16. Arrondissement von Paris - gründete
Maria Eugenia von Jesus Milleret die
Kongregation der Assumptionistinnen
mit diesem Mutterhaus samt Bild der Gründerin.
Und im selben Stadtteil führte Daniel Brottier die
Stiftung für verwaiste Lehrlinge von Auteil
zu
großer Blüte; in dieser Kapelle der Stiftung ist er
begraben und sein Wirken dargestelt. Den Tagesabschluss bildet das
Ordenshaus der von
Maria von Jesus d'Oultremont gegründeten
Sœurs de Marie-Réparatrice
.
Am Montag nehme ich noch einmal die Kiste. Die Sanitärs auf dem
Campingplatz in Triel-sur-Seine sind zwar sehr sauber,
der Waschmaschine aber traue ich nicht. In Frankreich gibt es auf den Parkplätzen der Supermärkte (fast) immer auch öffentliche
Waschmaschinen, und die sind in Ordnung. Aber in und um Paris gibt es diese riesigen Supermärkte nicht, es fehlt der (Park-)Platz.
Ich finde den einzigen in der Nähe und verbringe dort dann fast zwei Stunden mit der Kleiderpflege. Und nun geht es doch wieder
mit der Kiste in die Stadt - in südliche Gefilde. Mein Navi führt mich (wieder) über die Chanps Élisées - und damit in massiven
Verkehrsstau - auch noch gegen Mittag wollen víele in die Metropole. Schließlich komme ich doch zum Altbau des
Hospitals La Pitié - heute ein riesiger Komplex der
Krankenversorgung. Dort betreute
Franz Stock nach der Befreiung Frankreichs 1944/1945
verwundete, nicht transportfähige deutsche Soldaten. Nicht unbedingt als Kirche zu erkennen ist diese
Kirche Sainte-Rosalie mit
den Reliquien von
Maria Magdalena d’Houët gründete die
Fidèles Compagnes de Jésus
, die treuen Gefährtinnen
Jesu
, zur Erziehung und Unterrichtung von Mädchen.
Die Niederlassung in Paris ist heute die katholische
Privatschule Notre Dame de France
. Gegenüber ist dieses Gefängnis mit einer Erinnerungstafel an die darin von den deutschen
Besatzern Ermordeten.
In der Gemeinde an dieser Kirche Saint-Dominique hat
Magdalenae Delbrêl sich engagiert, in der Kirche
ruhen die Gebeine von
Maria Magdalena d’Houët.
Nach den Katakomben, in denen rund sechs Millionen
Gebeine aus den in der Zeit der Französischen Revolution
geschlossenen Friedhöfen der Stadt liegen, darunter jene von
Landericus von Paris, komme ich zur
Villa Chateaubriand, in der
Petrus Julianus Eymard die Kongregation
vom Allerheiligsten Sakrament
, die Eucharistiner
gründete, und dann zum Friedhof Montparnasse, wo ich nahe des Eingangs
dieses gemeinsame Grab von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir entdecke.
Das Grab von
Rosalia Rendu muss ich lange suchen, dabei sehe ich
auch dieses humorvolle Grabgebilde. Dann breche ich ab, denn der seitherige Niedelregen entwickelt sich zum Dauernass.
Die folgenden zwei Tage bleibt es sehr regnerisch und kühl, ich verweile deshalb arbeitend auf dem
Campingplatz in Triel-sur-Seine.
geschrieben am 5. und 6. Mai 2026
Über Compiègne ins Herz von Paris
Sonntag, 26. April, bis Samstag, 2. Mai
Am Sonntag fahre ich nach Compiègne, zuerst zu diesem Rest der ehemaligen Burg, dem
Turm Jeanne d'Arc
, nach ihr benannt, weil
Johanna von Orléans in dieser Stadt
gefangen genommen wurde. Bischof Kunibert von Köln
hatte in der Burg einst beim Beschluss zur Reichsteilung von
Austrasien und
Neustrien mitgewirkt und Bischof
Brun von Köln als Friedensstifter.
Jakob I. von Toul hatte dort an einer Synode
teilgenommen. Dann gehe ich zur großen Bibliothek
Saint-Corneille, der einstigen Kirche des damaligen Klosters Saint-Corneille mit
Reliquien von
Cornelius.
Von der Seine in die Hauts-de-France
Sonntag, 19. April bis Samstag, 25. April
Zum Abschied vom Campingplatz in Sézanne fotografiere
ich gegenüber von diesem beispielhaft diesen Acker: riesige Felder - hier imerhin noch von einer Hecke begrnzt, sonst meist
in völlig ausgeräumter Landschaft - und derzeit oft mit Lupinen bepflanzt: gelb beherrscht das Land. Lupinen pruduzieren
sojaähnliches Viehfutter und fixieren Stickstoff im Boden, dienen also zur Gründüngung.
In Sézanne sehe ich dann noch das Geburtshaus von
Franziska Salesia Aviat.
Von der Champagne in die Île-de-France
Mittwoch, 8. April bis Samstag, 18. April
In dieser unscheinbaren - wie meist - geschlossenen Kirche
in Verzenay bei Reims steht der Grabstein von Basolus,
dieser lebte im nahen Verzy als Einsiedler an der Stelle einer heutigen
Kapelle.
In die Champagne
Samstag, 28. März bis Dienstag, 7. April
Da ich erst spät zuhause losgekommen bin und dann in einige Staus, kam ich am Samstag nur bis zur
Raststätte Keskastel bei Metz. Enttäuschend auch: die
Hoffnung, dass in Frankreich die Dieselpreise deutlich niederiger seien, hat sich nicht erfüllt. Mein erstes Ziel dann am Sonntag:
Diese Kirche in Biding bei Forbach, wo es eine
Marienerscheinung gab.
Von Friesland nach Utrecht
Dienstag, 14. Oktober, bis Freitag, 17. Oktober
Nur drei Tage brauchte ich zur Arbeit auf dem
Campingplatz in Easterlittens. Das erste Ziel am
Dienstag war nun die Kirche in Witmarsum bei
Leeuwarden, an der Menno Simons Priester war.
Auf dem Gut Liauckama in Sexbierum, einem Ortsteil
von Waadhoeke, wurde Elko von Lidlom geboren
und im nahen damaligen Kloster Lidlom - heute ein
Bauernhof in Klooster-Lidlum - war er Abt.
Holland
Dienstag, 7. Oktober bis Montag, 13. Oktober
Nun geht es also doch Richtung Küste, zuerst nach Middelburg an die - unglaublich: geöffenete ! -
Nieuwe Kerk
, der Kirche der
ehemaligen Prämonstratenserabtei, in die damals
Adrian Jansen,
Jakob Lacoupe eintraten.
Gelderland und Nord-Brabant
Montag, 29. September bis Montag, 6. Oktober
Nach den angenehmen Tagen auf dem Camping Waldvelen
beginne ich den Montag in Burlo, einem Stadtteil von Borkum, an der
Kirche Mar Odisho & Mar Qardagh, dem ersten
Gotteshaus der Assyrische Kirche des Ostens
in Deutschland. Ebenfalls in Burlo steht dieses Kloster
Mariengarden, das seit 1920 von den von Eugen
von Mazenod gegründeten Oblaten der Unbefleckten Jungfrau
Maria
bewohnt wird.
Limburg und Münsterland
Freitag, 19. September bis Sonntag, 28. September
Wegen der Einschulungsfeier meines Enkels geht es erst spät im September wieder los, zuerst nach Köln, um dort die Familie
meines Sohnes zu besuchen. Nach der Nacht auf der
Raststätte Frechen komme ich nach Aachen, zuerst
zur Kirche St. Josef - heute ein würdevoll gestaltetes
Kolumbarium -, in der es Reliquien von
Heinrich van der Blomm gab und dann zu
dieser ehemaligen Franziskanerkirche St. Nikolaus -
heute ein Ort der City-Seelsorge, in der sich die evangelische und die katholischer Kirche gemeinsam engagieren.
Heinrich van der Blomm starb hier,
Lambert Conradi wurde in Aachen geboren. Viele
andere Stellen in Aachen hatte ich schon 2021 besucht.
Tours
Sonntag, 27. Juli bis Montag, 28. Juni
Nach einem größeren Sprung nach Osten komme ich noch nach Tours und sehe zuerst dieses erhaltene Stück der alten römischen
Stadtmauer an der - profanisierten - Kapelle
Saint-Libert. In Tours wurde Adventius verehrt,
Corentin von Quimper angeblich zum Bischof
geweiht, Florentius von Orange,
Ingeborg und
Leobatius von Sennevières geboren,
Simon war
Franziskaner in der Gegend,
Spanus und Gefährten starben angeblich hier.
Im Schloss wurden
Irmgard und
Sigirannus geboren.
In dieser Kathedrale waren
Bartholomäus von Tours,
Baudinus von Tours,
Brictius von Tours,
Eligius von Noyon,
Eustochius von Tours,
Gregor von Tours,
Lidorius von Tours,
Martin von Tours,
Perpetuus von Tours und
Volusanius von Tours Bischöfe,
Armand Jean Le Bouthillier de Rancé Archidiakon,
Franziskus Pallu,
Philipp Berruyer,
Wilhelm Pinchon (von St-Brieuc) waren
Kanoniker,
Paulus von Tricastinum vielleicht Schüler,
Alanus von Lille studierte hier,
Maurilius von Angers war hier,
Caletricus von Chartres,
Conoganus von Quimper,
Domnolus von Le Mans,
Felix von Nantes,
Franziskus von Stagno,
Germanus von Paris,
Gregor VII.,
Hieronymus von Nevers,
Lanfranc von Canterbury,
Praetextatus von Rouen und
Victorius von Le Mans nahmen an Synoden
teil.
Im Nordwesten der Bretagne
Mittwoch, 16. Juli bis Samstag, 26. Juli
Vom Cmapingplatz in Gouarec musste ich zuerst
nochmals nach Rostrenen, denn ich brauchte eine
neue SIM-Karte - die hatte die Postagentur in Gouarec zwar, aber ihr Computer funktionierte nicht, die Registrierung war
ncht möglich. Aber: in der Ferienzeit hat die Post in Rostrenen mittwochs zu.
Also auf nach Plévin bei Saint-Brieuc, wo Julianus
Maunoir starb, zu dieser Pfarrkirche, in der
sein Grab ist.
Im Nordosten der Bretagne
Montag, 7. Juli bis Dienstag, 15. Juli
Vom Campingplatz aus sah ich das
Schloss in Combourg bei Rennes und habe dann
entdeckt, dass hier Gilduin von Dol geboren wurde, so
wurde das Schloss mein erstes nahes Ziel. Dann ging es zur
Kirche nach Trédias bei Saint-Brieuc, die
Eurelia geweiht ist, und zu dieser nach einem Brand
im Jahr 2000 als Ruine dastehenden Kirche in
Saint-Judoce bei Saint-Brieuc, die Jodokus geweiht
war.
Im Zentrum der Bretagne
Montag, 30. Juni bis Sonntag, 6. Juli
Die erste Station an diesem Montag liegt in der Nähe des
Campingplatzes, auch am See von Guérledan: die
Kapelle Sainte-Tréphine im Wald bei Saint-Aignan,
an deren Stelle - angeblich - Tremorius geboren wurde
und seine Mutter Triphina von der
Bretagne enthauptet. Da es noch recht früh am Morgen ist, findet der Fußmarsch durch den Wald bei erträglichen
Temperaturen statt - es wird ein heißer Tag werden. Dann komme ich zu der
Maria geweihten
Kapelle in Perret - einem Ortsteil von Bon Repos
sur Blavet - bei Saint-Brieuc, an deren Stelle Avran als
Einsiedler lebte. Auch Jordan von Kergrist
war Einsiedler, er lebte zeitweise in Kergrist bei Vannes, wo diese Kirche wie zuvor die Kapellen auch verschlossen ist.
Bis ans Ende der Erde
Freitag, 20. Juni bis Sonntag, 29. Juni
Während die Gegend rund um Nantes früher zur
Brteagne gehörte und Nantes deren Hauptstadt war, wurde sie 1956/1957 als Pays de Loire
zum von der Bretagne
abgetrennten Département und Rennes die Hauptstadt
der heutigen Bretagne, in die ich nun komme. Zuerst nach Théhillac
bei Vannes zu dieser Kirche, wo
Albinus von Angers vielleicht Abt war.
Rund um Nantes
Dienstag, 10. Juni bis Freitag, 20. Juni
Nach den Pfingstfeiertagen geht es am Dienstag weiter,
zuerst zur Pfarrkirche in Briollay bei Angers,
wo der bei Wilhelm Répin und Gefährten
genannte Vikar André Fardeau sowie sein Pfarrer
Johannes Michael Langevin wirkten,
dann zu dieser Pfarrkirche nach Soucelles bei
Angers, wo André Fardeau, ein weiterer Gefährte von Wilhelm Répin, geboren wurde.