Sonntag, 12. Juni, bis Montag, 20. Juni
Sehr nett: Zum Abschluss meines Aufenthalts hat der
Campingplatz
in town
in Rom ein
Konzert veranstaltet - Mainstream-Pop von mäßiger Qualität, war ja aber auch gratis.
Am Sonntag ziehe ich weiter, zunächst wieder nach Tivoli, wo ich abgebrochen hatte. Die
Jesuitenkirche - zuvor die Kirche Santa
Sinforosa - gibt es seit ihrer Zerstörung im 2. Weltkrieg nicht mehr;
Symphorosa wurde hier verehrt,
Josef Pignatelli hat den
Jesuitenorden wieder aufgebaut. In dieser
Kirche San Biago, wo sich die Leute zum
bald beginnenden Gottesdienst versammelt haben, trat
Lucia Broccadelli von Narni in
ihren Orden ein. Und zum nur 2 km außerhalb gelegenen
Sanktuarium Maria di Quntiliolo, an dessen
Stelle Klemens Maria Hofbauer zeitweise
lebte, brauche ich fast eine Stunde über engste Feldwege, weil die eigentliche Zufahrtsstraße einmal wieder wegen Erdrutsch
gesperrt ist.
Bergsteigen zu Fuß - inzwischen ist es fast Mittag und wieder sehr heiß - darf ich 'mal wieder im Bergdorf Rocca di Botte,
wo Petrus
der Einsiedler
geboren wurde und
zum Gedenken diese - nun ja: Kirche erbaut
wurde.
Das Kapuzinerkloster im Bergdorf
Anticoli Corrado suche ich vergeblich, jetzt
weiß ich: richtig wäre Anticoli di Campagna, das heutige
Fiuggi bei Frosinone. In
San Gregorio da Sassola gab es eine
Marienerscheinung.
Damit sind die Ziele südöstlich von Rom nachgeholt und es geht nach Westen Richtung Küste, zunächst zur
Kirche
Tenuta di Boccea
, wo
Abachum,
Audifax und
Marius und Martha sowie
Rufina und Secunda begraben wurden, und dann
nach Ceri, wo der Zugang zur kleinen Stadt durch die Felsen gehauen ist. Im
Santuario della Madonna di Ceri liegen die
Gebeine von
Felix II., zudem entdecke ich dort
Maria die Gekreuzigte Curcio.
Auch eine Weihnachtskrippe gibt es
dort ganzjährig - wie auch in vielen anderen Kirchen -, wobei die Darstellung des in den Volksalltag gelegeten Geschehens
interessant ist.
Das Gnadenbild der
Madonne von Ceri
.
Die Ruinen von Pyrgi, wo
Severa und Gefährten bestattet wurden, sind
leider gut eingezäunt und nicht zu besichtigen, das
Kastell kostet Eintritt - wie schon der
Parkplatz, denn hier tobt am heutigen heißen Sonntag der Badebetrieb.
Auch in Civitavecchia ist es um 17 Uhr immer noch viel zu heiß; diese
Kathedrale liegt aber immerhin eben und ich kann
direkt an ihr parken. Beata von Orvieto
starb hier, Camilla von Auxerre und
Magnentia sowie später
Vinzenz Maria Strambi wurden hier
geboren, die Päpste Cornelius und
Lucius I. hier gefangen gehalten,
Severa und Gefährten und
Theophanius von Civitavecchia
getötet, Firmina ist Patronin.
Im Hafen, wo
Firmina der Überlieferung zufolge einige Zeit lebte
und Leonhard von Porto Maurizio
wirkte, erfrischt auch der Blick aufs Wasser nicht. Die Gäste der zwei Kreuzfahrtschiffe, die hier zur Besichtigung von
Rom Station machen, werden die Tour durch
die Stadt auch in Erinnerung behalten.
Ich jedenfalls habe genug für heute und übernachte an der
Raststätte Tirreno an einem eigentlich idealen,
sogar schattigen Platz - wäre da nicht der LKW mit extrem lautem Kühlaggregat gekommen. Keine ruhige
Nacht also.
Diese riesige Franziskanerkirche in Tarquinia
ist nicht der Todesort von Benvenuto von
Gubbio, wie ich jetzt weiß, stattdessen entdecke ich aber
Johannes von Triora. Unweit davon steht
das Geburtshaus von
Lucia Filippini.
Von einstiger Blüte der Stadt Traquinia zeugt auf dem Gang zum
Dom das
Rathaus. Im
antiken Tarquinii wurde
Theophanius von Civitavecchia
bestattet.
Über Monte Romano, wo
Cecilia Eusepi geboren wurde, und das herrlich
im Wald gelegene
Kloster Sant'Angelo nahe Vetralla, in dem
Dominikus von der Gottesmutter Barbieri
lehrte, komme ich zum Sterbehaus von
Stanislaus Hosius in Capranica; dem
gegenüber steht diese Franziskanerkirche.
Nach dem Kloster in Bassano Romano, in dem
Georg von Pfronten-Kreuzegg eine
Zeit lang lebte, komme ich nach Sutri, wo dieser
Dom wieder einmal ob der engen Gassen kaum zu
fotografieren ist. Irenäus von Chiusi
und der spätere Papst Pius V. wirkten hier, zudem
entdecke ich neu Felix von Sutri und
Dulcissima.
Auch im Kloster in Ronciglione lebte zeitweise
Georg von Pfronten-Kreuzegg.
Die ehemalige Stadt Falerii Novi bei Civita
Castellana, wo Eutitius von Ferento
die Märtyrer Gratilianus und Felicissima
bestattete, wird derzeit ausgegraben, erhalten sind nur die
Kirche Santa Maria und diese Reste des früheren
Klosters - heute ein Bauernhof. Als ich mich nähere, um ein Foto zu machen, weist mich eine der
Damen
aus dem
Ausgrabungsteam grob zurecht, das dürfe ich nicht. Kein Foto?
- No!!
. Sagte ich schon: italienische Frauen
können resolut sein.
Nach der Stiftskirche in Fabrica di Roma, wo
Reliquien von
Justinus dem Märtyrer liegen, komme ich nach
Vignanello, wo in einer Kirche eine Bruderschaft
die in diesem Ort geborene Hyazintha
Marescotti verehrt.
In Soriano nel Cimino, wo es gleich mehrere Tore hintereinander als Zugang zur mittelaterlichen Stadt gibt, steht die dem
Patron Eutitius von Ferentium geweihte
Kirche; er wurde begraben in den
Katakomben nahe der Stadt, wo dann
Paul vom Kreuz ein Koster errichtete.
Wieder einmal prächtig: das Sanktuarium Santa
Maria Della Quercia in Viterbo, wo
Lucia Broccadelli von Narni ein
Kloster gründete.
Die ehemalige Kirche Santa Maria in Gradi in
Viterbo wurde vor diesem Stadttor erbaut aufgrund einer Marienerscheinungen.
Im Papstpalast residierten
Eugen III.,
Urban IV. und
Urban V., auch
Dominikus war dort zu Besuch.
Im Kloster der
Trappistinnen in Vitorchiano werden heute die
Reliquien von
Maria Gabriela Sagheddu bewahrt.
Mein Übernachtungsplatz ist die Raststätte Giove
- ruhiger als in der letzten Nacht, aber immer noch sehr heiß, vor Mitternacht kann man nicht schlafen. Dennoch können
auch hier die Abende stimmungsvoll sein!
In Otricoli besuche ich zunächst die Stiftskirche,
in der Corona - ja: genau die! - und als
Patron Victor (Bûqtûr) verehrt werden;
Leopardus hatte hier sein Grab. Im heutigen
archäologischen Gebiet Ocriculum lebten
Eleozimus und Gefährten sowie
Fulgentius von Otricoli. Und ganz
idyllisch am Ufer des Tiber - nur über einen teilweise steilen Feldweg zu erreichen, die Kiste schafft das glücklicherweise
- steht die Victor geweihte Kirche San Vittore
an diesen Resten eines ehemaligen Benediktinerklosters.
Habe ich schon erwähnt, dass italienische Frauen ganz schön resolut sein können? In Narni schickt mich die Polizistin -
nicht ihr Kollege - weg vom - zugegeben illegalen - Parkplatz, wo aber die Einheimischen ungehindert stehen. Nach längerer
Diskussion - sie kann gut Englisch - gewährt sie mir 5 Minuten, die ich nutzen kann zum Besuch der
Kathedrale.
Cassius von Narni,
Juvenal von Narni und
Proculus von Narni waren hier Bischöfe,
von Geminus gibt es
Reliquien,
Lucia Broccadelli von Narni
ist hier bestattet. Auf den Besuch der Kirche
Santa Restituta - nur fußläufig zu erreichen durch die Gassen und am anderen Ende der Altstadt gelegen -, wo
Firmina
Cesia
Äbtissin war, verzichte
ich: mein Respekt vor Polizistinnen ist einfach zu groß.
Im Kloster der
Franziskaner in Stroncone lebten
Antonius von Stroncone und
Johannes von Stroncone, ich finde eine reiche Sammlung von
Fresken, darunter dieses.
In Terni, wo ich schon vor einigen Jahren war, besuche ich nun diese
Basilika San Valentino mit dem Sarg von
Valentin von Terni und entdecke dort
Anastasius von Terni sowie
Saturninus und Gefährten.
Nach San Gemini, wo
Geminus als Einsiedler lebte, und den Ausgrabungen
von Carsulae, wo
Volusianus von Carsulae angeblich
Bischof war, komme ich am frühen Nachmittag nach Amelia. Es ist unglaublich heiß, dazu schwül. Zum
Dom, wo
Firmina und ihr Mann
Olympiades als Patrone verehrt werden und
Himerius von Amelia als Bischof wirkte,
wären es ein langer Fußmarsch bergauf - ich verzichte, mache ein Foto von unten und begnüge mich mit dieser erreichbaren
Porta Leone, die Papst
Leo IV. bauen ließ.
In Orvieto, wo ich die Stadt früher schon ausführlich besucht habe, suche ich nun eine Zufahrt zum außerhaöb in den Bergen
liegenden Kapuzinerkloster, in dem
Crispinus von Viterbo lebte, bleibe
aber erfolglos - den letzten möglichen, steilen Feldweg schafft meine Kiste nicht.
In dieser Kirche in Castel Giorgo sollen
Reliquien von Papst
Pontianus liegen - stimmt aber offenbar nicht,
stattdessen entdecke ich jene von Pankratius.
Ich habe genug für heute und übernachte an der
Raststätte Tevere - diesmal erstaunlich ruhig,
aber immer noch heiß.
Die Kathedrale Sant'Ermete im Städtchen
Ischia di Castro ist am nächsten Morgen mein erstes Ziel;
Bernhard von Bagnorea war hier
Bischof. Und in diesem Kloster Santi Filippo e
Giacomo lebte zeitweise
Maria Magdalena von der
Inkarnation Sordini.
Über Sorano, wo es eine
Marienerscheinungen gab, komme ich nach
Acquapendente, wo Mathilde von Ringelheim der
Legende zufolge diese Kathedrale mit einer
Nachbildung des Grabes Jesu Christi bauen
ließ und auch dessen
Geißelsäule
gezeigt wird.
Rochus von Montpellier lebte hier
drei Monate lang.
In Allerona wirkte eine Zeit lang
Ansanus
der Täufer
…
… und so schlicht von außen, so prächtig ist diese
Pfarrkirche innen.
In der Pfarrkirche in Ficulle wird
Eumenius von Gortyna als Patron verehrt.
Beim Gang in die Stadt entdecke ich eine kleine, einer
Victoria geweihte Kirche mit diesem schönen
Fresko aus dem 16. Jahrhundert, kann aber leider nicht finden, welche der vielen Namensträgerinnen gemeint ist; auch die
Info-Tafel an der Kirche weiß es nicht. Google weiß, dass Victoria Beckham hier Urlaub machte - aber die ist es sicher
nicht.
In dieser Kathedrale in Città della Pieve werden
Gervasius und
Protasius verehrt. Im nahen
Franziskanerkloster verurteilte
Johannes Bonaventura,
Johannes von Parma.
Herrschaftlich präsentiert sich das Schloss
in Montegiove, in dem Angelina von
Marsciano geboren wurde.
In Cerqueto wurde Jakob von Cerqueto geboren; in disem Haus neben
der Pfarrkirche errichtete,
Joseph von Leonessa ein Hospital.
Mein Ziel für die nächsten Tage ist der
Campingplatz Cerquestra in Monte del Lago
am Trasimenischen See - ein ebso gut ausgestatteter wie sauberer, dazu schattiger und dennoch preiswerter Platz. Auf
der Fahrt dorthin ein heftiges Gewitter, Starkregen, Hagel: herrlich, die Hitze macht Pause. Aber die nächsten drei Tage
mit Arbeit sind - auch ohne Bewegung - wieder richtig schweißtreibend.
Umständehalber muss ich dann wieder einmal zur Tante nach
Aigle und nutze für die Fahrt den LKW-armen Sonntag. Zudem ist
Fahren das beste, was man in der Hitze tun kann, dann funktioniert die Klimaanlage der Kiste. Aber unterwegs sind auch
(fast) alle Italiener.
In den kanpp vier Monaten konnte ich 4668 Fotos machen, davon kamen 865 ins Ökumenische Heiligenlexikon.
Tracks
Tirreno (Ende fehlt)
Giove
Tevere
Monte del Lago
Aigle
Logbuch Reiselogbuch 2022-2-1
geschrieben vom 16. bis 18. und am 20. Juni 2022