Donnerstag 8. Juli, bis Freitag, 17. Juli
Donnerstag und Freitag verbringen wir - Gabi und Ralf, Mathias und seine Frau Nathalie - faul und weiterhin feucht-fröhlich, auch noch einmal am Pool im Hotel Khayam Garden. Für ernsthaftes Arbeiten knallt zuviel Sonne, auch wenn es auf dem Campingplatz in Nabeul viel Schatten gibt.
Am Samstag heißt es dann Abschied nehmen mit einem ganz herzlichen Dankeschön an Matthias, der uns so ungemein freundlich
betreut und unermüdlich hilfreich zur Seite gestanden hat, und an Raffiq und seine Frau Fanny, die Besitzer des Campingplatzes, die zugewandten und zuverlässigen Gastgeber auf ihrem rundum empfehlenswerten Campingplatz und in ihrem ebensolchen Restaurant.
Im Hafen in La Goulette bei Tunis heißt es dann
stundenlang Warten - dabei enstand das Bild von Gabi und Ralf und ihrem LKW; glücklicherweise ist es Abend und die
Temperaturen sind angenehm. Mit uns reisen ausschließlich Tunesier auf dem Weg in ihre Wahlheimaten. Die Kabine auf dem
Schiff ist groß uns sehr ordentlich, das riesige Schiff transportiert nur wenige ausreisende Tunesier. Die Nacht zum
Sonntag, den Sonntag und die Nacht zum Montag verbringen wir auf der gut klimatisierten Fähre. Am Montag morgen erreichen
wir Civitavecchia und haben die strenge
Kontrolle des italienischen Zolls zu passieren. Außerdem will man dort die zweite Kopie der drei von uns ausgefüllten
Formulare, in denen wir unterschrieben haben, nicht in Italien zu bleiben, sondern nach spätestens 36 Stunden ausgereist
zu sein. Das dritte Exemplar wird also sicher bei der Ausreise verlangt, damit die Italiener die Einhaltung kontrollieren
können; das Risiko der angedrohten sehr hohen Strafe wollen wir nicht eingehen; ich werde also nicht wie geplant
Florenz besuchen, Gabi und Ralf werden umgehend
nach Spanien ausreisen - das kann man in ihrem Blog nachlesen.
Die Fahrt durch Italien geht am Meer entlang und dann über die Alpen - alles eigentlich sehr von Touristen frequentierte
Gebiete - aber man sieht keinen. Auf fast 700 km durch Italien: kein einziges deutsches Auto, trotz Hochsaison! Für Italien
eine Katastrophe! Nach einer Nacht überquere ich die Grenze zur Schweiz, der italienische Beamte schaut bei der Ausreise
kurz meinen Personalausweis an, mehr will er nicht; so halte ich ihm den dritten Zettel unter die Augen - erstaunt liest er
dessen erste Zeilen, so etwas hat er offenbar noch nie gesehen, und gibt ihn mir zurück; wir hätten in Italien bleiben
können, die 36 Stunden werden nicht kontrolliert! So komme ich in
Aigle an auf dem Campingplatz, bleibe dort drei
Nächte bei mäßigem Wetter - ich genieße die Kühle und den dadurch möglichen erholsamen Schlaf - und kann dann meiner Tante
zum 91. Geburtstag gratulieren, bevor es zurück geht nach
Stuttgart.
Corona hat den Tunesien-Trip zu einer Stippvisite werden lassen, auch wenn ich nun insgesamt fast sieben Wochen dort verbracht habe. Aber ich werde wiederkommen, sobald Corona eine Fährpassage ohne Rückkehr-Risiko zulässt. Ich war höchst positiv überrascht von dem Land. Lock-down, Ausreise und Rückkehr zur Abholung meiner Kiste hat viel Zeit gekostet, zudem rund 1500 €, auch die geplante Reise durch Süditalien und nach Neapel konnte nicht stattfinden. Für die nächsten Wochen und dann im Herbst plane ich kürzere Resien in der Nähe - ja nach Corona-Lage.
Logbücher
Reiselogbuch-2020-1-6
Reiselogbuch-2020-1-7
geschrieben am 18. Juli 2020